Ehrensache: Das Programm ist Märchenhaft

Plaue.  Märchenhaftes Programm vom PKC in der Turnhalle

Der Showtanz "Unser märchenhaftes Männerballett" bekam wieder viel Beifall

Der Showtanz "Unser märchenhaftes Männerballett" bekam wieder viel Beifall

Foto: Berit Richter

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Im Zauberwald beim PKC, da soll gut Karneval zu feiern sein, hat der Faschingsfan gehört und macht sich auf die Suche. Auch Schneewittchen, Rapunzel, Rumpelstilzchen und die sieben Zwerge wollen gern mitfeiern. Schon mit seinem Auftaktfilm machet der Plaue’sche Karnevals Club 1988 deutlich, wohin in diesem Jahr die Reise gehen sollte. In den Zauberwald. Natürlich ganz zauberhaft. Das Saisonmotto hatten sich die Plaue‘schen übrigens schon ausgedacht, bevor im letzten Frühjahr die Reinsberge in Flammen standen. „Wir haben überlegt, ob wir das Motto ändern, aber wir hatten ja schon mit den Vorbereitungen darauf begonnen“, erklärte Rebecca Schneider. So nutzt man nun lieber den Karneval, um beiden Gästen Geld für Neuanpflanzungen zu sammeln. In bester Partylaune sollte da doch das Sparschwein der Gardemädchen gut gefüllt werden. Gut vier Stunden lang verbreiten die Närrinnen und Narren eben solche.

Dass im doch eher kleine Plaue vor allem so viele Kinder und Jugendliche beim PKC ihre Heimat finden, nötigte zum Auftaktwochenende auch den befreundeten Vereinen aus dem Ilm-Kreis vom Arnstädter, Ichtershäuser und Gräfinauer Prinzenpaar und IKK-Präsident Michael Gohritz höchsten Respekt ab. So kann man auch in dieser Saison allerhand flotte Tänze in die zur Narrhalla umgewandelte Turnhalle zaubern. Tanzmariechen Sophie Eloundou, Marschtänze der einzelnen Garden und Sporteinlagen der Grenadiere gehören da ebenso dazu wie eine Reihe fantasievoller Showtänze. Vor allem die „Waldfeen“ der Funken sind da hervorzuheben, wie sie die Elemente, welche letztes Jahr Plaue so heimsuchten – Feuer und Wasser – tänzerisch umsetzen. Die Juniorengarde als Trolle – ebenso zauberhaft wie die kleinen Hexen der „Sternchen“ und die Zwerge, deren Name diesmal Programm ist.

„Die schrägsten Sänger von Gerastrand mit dem Sinfonieorchester Liebenstein“, O-Ton PKC-Präsident Marko Bauersfeld, gemeint sind die „Plaue’schen Raben“ sowie die Bläser aus dem Nachbarort dürfen natürlich auch nicht fehlen, wie das nicht weniger witzige „Schauorchester Ungelenk“, mit dem die Palue’schne so gekonnt die gleichnamige Truppe parodieren. Doch auch in der Bütt hat man einiges aufgefahren. Sabine Röser ist als Weinkönigin nur „zweite Wahl“, Jörg Carbin und Maik Kämmerer als „Dick & Doof“ so witzig wie das Original, auch wenn letzterer meint: „Ich bin der Maiky, er ist dick und doof“. Als „Märchenverzähler“ nahm es Jörg Carbin anschließend mit dem Grimm’schen Original nicht gar so genau. Da wird die Räuberhöhle schon mal zum Finanzamt. „Damit das Finanzamt ein paar Euros mehr tut erben, muss woanders ein ganzer Wald sterben. Sie machen fette Beute und wenn sie nicht gestorben sind, dann räubern sie noch heute.“

Nicht minder witzig der Sketch „Greta for Future“. Plaue, so wurde darin beschieden, tue schon viel für die Umwelt. Immerhin bekomme man nicht mal mehr Sprit für die klimaschädlichen Autos. Und statt sich den verschuldeten Arnstädtern anzuschließen habe man lieber das waldreiche Neusiß genommen. Büttenredenschreiber haben es in diesem Tagen nicht leicht, mit den politischen Entwicklungen Schritt zu halten. „Berggeist“ Marko Bauersfeld hatte die seinige neben so manchen Plaue’schen Ärgernis des letzten Jahres auch noch schnell die aktuelle Landeskrise eingebaut. „Lotto-Toto hat in Thüringen sofort reagiert und hat festgelegt, die Lottozahlen werden ab sofort so lange gezogen bis das Ergebnis unterm Strich für alle passt.“

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