Feuerwehrleute sehen in Digitalfunk ein Sicherheitsrisiko

Großbreitenbach  Großbreitenbacher Einsatzkräfte kritisierten bei der Jahreshauptversammlung Unzuverlässigkeit und Verzögerungen

Neuaufnahme in die Einsatzabteilung: Marcel Hennig und Erik Bergner. Ernennung von Dietrich Möhring zum Führen von Verbänden, Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann: Hannes Ziegenhorn. Beförderung zum Löschmeister: Holger Fröhlich und Frank Seifert. Ehrungen für 10-jährige Dienstzeit: Christian Acker und Tim Steinbeck. Für 25 Jahre: Volker Hertwig. Für 40-jährige Dienstzeit: Siegfried Weiß, Siegfried Kruschke und Uwe Fröhlich.

Neuaufnahme in die Einsatzabteilung: Marcel Hennig und Erik Bergner. Ernennung von Dietrich Möhring zum Führen von Verbänden, Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann: Hannes Ziegenhorn. Beförderung zum Löschmeister: Holger Fröhlich und Frank Seifert. Ehrungen für 10-jährige Dienstzeit: Christian Acker und Tim Steinbeck. Für 25 Jahre: Volker Hertwig. Für 40-jährige Dienstzeit: Siegfried Weiß, Siegfried Kruschke und Uwe Fröhlich.

Foto: Arne Martius

Feuerwehrleute aus Großbreitenbach haben am Rand der Jahreshauptversammlung am Freitagabend Kritik am Digitalfunk geäußert. „Das System ist einfach Schrott“, sagte Dietrich Möhring, der Leiter der Abteilung Höhenrettung. Der Digitalfunk in seiner jetzigen Form sei keine Verbesserung zur analogen Variante – eher im Gegenteil. „Damit rennen wir sehenden Auges auf den Abgrund zu“, warnte der Feuerwehrmann.

Eine mangelhafte Netzabdeckung und Verzögerungen bei der Kommunikation seien ein Risiko bei Einsätzen. Nicht einmal die Sprachqualität habe sich durch die neuen Geräte verbessert. Wegen der Unzuverlässigkeit seien die ehrenamtlichen Einsatzkräfte inzwischen mit zwei Geräten unterwegs – einem analogen und einem digitalen.

Die Feuerwehren entlang der ICE-Tunnelkette sind neben der Polizei in Thüringen die einzigen, bei denen der Digitalfunk bereits eingeführt wurde. Bei Übungen an der Schnellzugtrasse wurden die Unzulänglichkeiten des Digitalfunks besonders deutlich. Die Einsätze an der ICE-Strecke mit in Summe 675 Stunden waren im vergangenen Jahr allerdings nur ein Ausschnitt der Feuerwehrarbeit in Großbreitenbach.

Wie Stadtbrandmeister Uwe Fröhlich berichtete, gehörte 2017 zu den anstrengendsten Jahren der jüngeren Vergangenheit. Insgesamt rückten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei 42 Alarmierungen aus – die Übungen nicht mit eingerechnet. Fröhlich erinnerte unter anderem an den Einsatz bei einem brennenden Wohnhaus in Möhrenbach, wo durch das konsequente Vorgehen der Feuerwehrleute ein Totalverlust des Gebäudes habe vermieden werden können.

Dass sich die Familie nach dem Vorfall schriftlich bei den Einsatzkräften bedankte, stieß auf viel Beachtung in den Reihen der Wehrmitglieder: „Das ist eine motivierende Entschädigung für unsere Arbeit“, fand der Stadtbrandmeister, der den zehn Atemschutzgeräteträgern in der aktiven Abteilung eine „hervorragende Arbeit“ bescheinigte. In der Großbreitenbacher Feuerwehr sind mit 87 Mitgliedern drei mehr als im Vorjahr organisiert. 48 Frauen und Männer arbeiten in der Einsatzabteilung, die Jugendfeuerwehr besteht aus 23 Mädchen und Jungen.

Für den Kauf einer Drehleiter hat die Stadt in diesem Jahr Geld eingestellt. Großbreitenbachs Feuerwehr feiert im Herbst ihr 150-jähriges Bestehen.

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