Feuerwerk als Ersatz für abgesagte Veranstaltungen

Gräfinau-Angstedt.  Heimat- und Kulturverein in Gräfinau-Angstedt gegründet. Weniger Hochzeiten im Rathaus des Ortes.

In Gräfinau-Angstedt soll es am Samstag ein Feuerwerk geben.

In Gräfinau-Angstedt soll es am Samstag ein Feuerwerk geben.

Foto: Ralf Ehrlich

Weil es in diesem Jahr bis auf das Brückenfest keine Höhepunkte im Ort gab, wird am kommenden Samstag ein Feuerwerk zu sehen sein. 19.30 Uhr soll es oberhalb der Schule losgehen, teilt Claudia Gorzelitz (parteilos) am Rande der Ortsteilratssitzung Dienstagabend mit. „Wir haben den Ort gewählt, damit man auch gut von Zuhause aus zuschauen kann“, so die Ortsteilbürgermeisterin weiter. „Es soll auf keine Fall Menschenansammlungen geben.“ Normalerweise findet Anfang November der Fackelumzug im Ort statt, der wie andere Veranstaltungen coronabedingt ausfallen muss.

Außerdem wurde bekannt, dass Ende Oktober der Heimat- und Kulturverein gegründet wurde. Gorzelitz spricht von einer großen Resonanz unter den Gräfinau-Angstedtern. Der Verein soll größere Veranstaltungen, wie den Kindertag, organisieren und als eine Art Dachverein fungieren. Zu seien Aufgaben zählt auch die Förderung von Kultur, Heimatgeschichte und Mundart, heißt es weiter.

Für die alte Schule könnten sich weitere Nutzer finden. So berichtet die Ortsteilbürgermeisterin von Gesprächen mit Schulen. Sie könnten sich Heimatkundeunterricht und Arbeitsgemeinschaften in den Räumen vorstellen, wenn das historische Klassenzimmer eingerichtet ist.

Dass im Ort immer weniger geheiratet wird, geht aus einem Bericht des Ortsteilbeauftragten Michael Geiß hervor, den Gorzelitz verliest. Während sich im Jahr 2016 noch 18 Paare im Gräfinau-Angstedter Rathaus das Ja-Wort gaben, waren es in diesem Jahr nur zwei. Geiß vermutet, dass ein generell abnehmendes Interesse an Eheschließung als Grund dahinter steckt.

Der Ortsteilbeauftragte versicherte in dem Schreiben, dass Gorzelitz künftig über das Baugeschehen im Ort informiert wird. Die Unterlagen sollen digital zugestellt werden. In der Vergangenheit gab es wiederholt Baumaßnahmen, von denen die Ortsteilbürgermeisterin nichts wusste und keine Fragen der Bürger dazu beantworten konnte.