Frankenhain: Jugendliche leben den Europa-Gedanken

Frankenhain  Zum zehnten Mal treffen sich Wintersportler aus Thüringen und Frankreich. Nun ist Eintracht Frankenhain Gastgeber.

Biathleten können nicht nur laufen und schießen, sondern auch klettern – das zumindest bewiesen einige zum Gruppenfoto am neuen Klettergerät an der Jugendherberge in Gräfenroda.

Biathleten können nicht nur laufen und schießen, sondern auch klettern – das zumindest bewiesen einige zum Gruppenfoto am neuen Klettergerät an der Jugendherberge in Gräfenroda.

Foto: Berit Richter

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Es wird Französisch gesprochen in diesen Tagen rund um die Jugendherberge in Gräfenroda und das Biathlonzentrum in Frankenhain. Schon seit vielen Jahren pflegen die Biathleten vom SV Eintracht einen engen Kontakt zum „Ski Club du Plateau de Nozeroy“. „Das ist mittlerweile schon unser zehntes Treffen“, erzählt Annett Schwarz. „Das erste war 2007 zum Abschiedsrennen von Katrin Apel.“

Dreizehn Gäste aus Frankreich konnte letztere – mittlerweile Vereinschefin – am Samstag bei ihrer Ankunft begrüßen. Hinzu kommen zehn Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren vom SV Eintracht. Gemeinsam verbringen sie eine Woche in der Jugendherberge Gräfenroda, lernen einander kennen, knüpfen Kontakte und vielleicht auch die ein oder andere Freundschaft. Kurzum: Sie leben den Europa-Gedanken.

„Einige können Deutsch beziehungsweise Französisch. Notfalls geht es auch wie immer bei Jugendlichen mit Händen und Füßen“, so Annett Schwarz. Zudem steht jeden Tag Sprachunterricht auf dem Programm, eingebunden in lustige Spiele oder in praktische Tätigkeiten – wie das Zubereiten des Abendessens. Beim gemeinsamen Fußball-, Volleyball- oder Tischtennisspielen an der Jugendherberge sind Sprachbarrieren sowieso schnell vergessen.

Nächstes Jahr steht Treffen in Frankreich an

Gefördert wird die sportliche Jugendbegegnung vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, der Thüringer Sportjugend und dem Landratsamt des Ilm-Kreises. Der Sportbund war es einst, der den ersten Kontakt zwischen den Thüringer Biathleten und den Skilangläufern aus dem Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté herstellte. Mittlerweile trifft man sich im jährlichen Wechsel – mal in Deutschland und mal in Frankreich – und dabei ist schon so manche grenzüberschreitende Freundschaft entstanden.

Bevor sich die Gäste am Samstag wieder auf die gut 700 Kilometer lange Heimreise machen werden, erleben sie gemeinsam mit dem hiesigen Biathlon-Nachwuchs aber noch so einiges. Besuche des Baumkronenpfads im Hainich und im „Haus der Natur“ in Goldisthal sowie eine Radtour durch den Ilm-Kreis haben sie schon hinter sich. Auf der Ilmenauer Rodelbahn zeigten die Mädchen und Jungen viel Mut.

Am morgigen Donnerstag geht es nach Oberhof in die Skihalle und ins Biathlonzentrum. Am Freitag werden auf der Lütsche mit der Abenteuerschule Suhl Flöße gebaut. Spätestens dann sollen gemischte Teams an die Arbeit gehen. Und ab und zu wird eine Training im Frankenhainer Biathlonzentrum eingeschoben. Dann heißt es „au revoir“ nächstes Jahr nahe Lyon in Frankreich.

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