Frischer Wind weht in der Volkshochschul-Leitung

Arnstadt  Seit dem 1. Januar ist Mandy Hallbauer stellvertretende Direktorin der Bildungsstätte für Arnstadt und Ilmenau

Der Chef der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau, Rüdiger Hahn, freut sich auf die Arbeit mit seiner neuen Stellvertreterin Mandy Hallbauer.

Der Chef der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau, Rüdiger Hahn, freut sich auf die Arbeit mit seiner neuen Stellvertreterin Mandy Hallbauer.

Foto: Robert Schmidt

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Mandy Hallbauer ist seit dem 1. Januar die neue stellvertretende Direktorin der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau. Sie beerbt Astrid Senjutin-Liehnen, die sich künftig ausschließlich um den Fachbereich Sprachen kümmern wird, „dem wichtigsten in unserer Einrichtung“, so Schul-Chef Rüdiger Hahn. Die noch nicht ganz 31-Jährige lebt seit über 13 Jahren in Ilmenau und sagt: „Mich hat es wegen der Liebe hierher verschlagen“.

Sie machte ihr Abitur im zweiten Bildungsweg – das passt zur Volkshochschule –, studierte Erziehungswissenschaften und Anglistik, machte ihren Master in Sonder- und Integrationspädagogik und war jahrelang beim Trägerverein Soziale Dienste beschäftigt. Sie wird frischen Wind mitbringen, worauf sich Hahn und Landrätin Petra Enders (Linke) vom Kuratorium freuen.

Beide sehen die Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau gut aufgestellt. Zum einen regional mit den beiden Hauptstellen in Arnstadt und Ilmenau und den Außenstellen in Stadtilm, Großbreitenbach und mit dem Bildungs- und Medienzentrum in Großbreitenbach, zum anderen inhaltlich.

„Wir wollen allen, die Interesse an Bildung haben, diese auch ermöglichen – egal ob jung oder alt“, so Hahn. Deshalb habe man auch die Möglichkeit für Ermäßigungen bis zu 50 Prozent oder – in Einzelfällen – auch komplett für die, die sich eine Teilnahme überhaupt nicht leisten könnten. Das sei in Thüringen fast einmalig.

Inhaltlich gibt es – wie in den letzten Jahren auch – wieder die sechs Schwerpunkte Gesellschaft, Kultur, Gesundheit, Sprachen, Grundbildung und Beruf. Wobei dabei wiederum eindeutig der Schwerpunkt auf den Sprachen liegt.

Und wie sieht es mit der Barrierefreiheit in der Arnstädter Hauptstelle aus – bis dato ja immer noch ein Problem?

Landrätin Petra Enders hat dafür eine Idee: Das Gebäude der ehemaligen Fachhochschule Kunst in der Lindenallee. Das gehört jetzt wieder dem Kreis und könnte dafür genutzt werden. „Es muss aber natürlich noch im Kuratorium und im Kreistag besprochen werden“, so Enders.

Rüdiger Hahn wiederum hat dafür ein schon (fast) fertiges Nutzungskonzept noch aus der Zeit, bevor es dort die Fachhochschule gab, in der Schreibtischschublade. Das wird er jetzt noch einmal auf Bitte von Enders überarbeiten. Dann wisse man auch schon etwas mehr über den Investitionsbedarf.

Zahlen und Fakten zur Volkshochschule

Zwölf feste Mitarbeiter, fünf Lehrer und über 200 Honrarkräfte gibt es an der Volkshochschule.

Sie verfügt über einen Etat von rund 1,6 Millionen Euro, rund 380 000 Euro davon kommen vom Landkreis.

2017 besuchten rund 8000 Teilnehmer die Kurse.

Von rund 25 000 Unterrichtsstunden galten 15 000 Stunden Sprachen.

Im Frühjahrssemester 2018 gibt es 324 Kurse und Veranstaltungen.

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