Gehren: Ausbildung und Maschinen für Thüringenforst

Gehren  Thüringenforst investiert 2,3 Millionen Euro. Bildungszentrum und Maschinenstützpunkt profitieren davon

Zur Übergabe zeigten Auszubildende des ersten Lehrjahres, wie sie an einem Fällsimulator üben.

Foto: Ralf Ehrlich

Die neugestalteten Außenanlagen des Forstlichen Bildungszentrums (FBZ) und des Maschinenstützpunkts sind Donnerstag übergeben worden. 566.000 Euro investierte der Thüringenforst in die Baumaßnahme. 4500 Quadratmeter Fläche wurden asphaltiert. Die Kurvenradien sind so ausgelegt worden, dass sie auch von Tiefladern befahren werden können.

Der Untergrund ist jetzt befestigt und schwerlastfähig. Er kann Lasten von bis zu 60 Tonnen aushalten. In Gehren befindet sich einer von zwei Maschinenstützpunkten des Thüringenforstes. Maschinen für die Holzernte, den Waldwegebau und die Erschließung werden hier gewartet.

Dass zur Übergabe des Außengeländes nur wenige Großgeräte zu sehen waren, freute die Forstleute. Denn die meisten Maschinen sind derzeit in den Wäldern Thüringens im Einsatz. Der Stützpunkt verfügt über 54 Mitarbeiter, darunter auch die Fahrer der Großgeräte und Verwaltungspersonal. In den kommenden Wochen soll noch eine Betriebstankstelle eingerichtet werden, hieß es weiter. Dass mit dem neuen Außengelände auch die Ausbildung des angrenzenden FBZ gestärkt wurde, betonte Volker Gebhardt. Der Vorstand des Thüringenforstes sagte, dass in den vergangenen Jahren vier Bundessieger in Berufswettbewerben aus Gehren kamen. „Das zeugt von der Qualität der Ausbildung“, so Gebhardt weiter.

Dennoch mache er sich Sorgen um die Zahlen. Derzeit habe man in Gehren 15 Lehrlinge. Sieben konnten in diesem Jahr übernommen werden, obwohl es mehr hätten sein können. Einige wechselten in private Unternehmen oder seien zum Studium gegangen. Den Neubau des Ausbildungsgebäudes mit eingerechnet, habe der Thüringenforst in den vergangenen Jahren insgesamt 2,3 Millionen Euro in Gehren investiert.

Gebhardt dankte den Kollegen, „die im Abwehrkampf gegen den Borkenkäfer stehen“. Derzeit gehe es nicht um planmäßige Pflege des Waldes, man befinde sich im Katastrophenmodus. „Die Prognosen sind mehr als erschreckend.“ Man erwarte demnächst in Thüringen Millionen Festmeter Borkenkäferbefall. Von der Trockenheit betroffen seien auch Buchen.

„Über 100 Jahre alte Buchen sterben jetzt ab, sie haben bis jetzt alles überlebt, aber die Trockenheit macht ihnen zu schaffen“, so der Forstfachmann. Die Folgen würden über viele Jahre zu spüren sein. Gebhardt hofft auf viel Regen. „Aber es wird Monate dauern, bis die Wurzeln wieder feucht sind.“

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