Geo- und Genussweg in Arnstadt erwandert

Der Rundweg "Vom Bier zur Bratwurst" wurde mit einer Riesen-Runkel und Wissenswertem über die Gegend feierlich eröffnet. Es handelt sich um ein Projekt der Wachsenburggemeinde, des Bratwurstmuseums, der Stadtbrauerei, Arnstadt-Marketing und dem Geopark.

Bratwurstkönig Rudi führte mit seinem Gefolge die Wanderfreunde von Arnstadt nach Holzhausen. Auf dem Weg dorthin wurden allein 2o0 Fettbrote und später noch Suppen vertilgt. Foto: Hans-Peter Stadermann

Foto: zgt

Arnstadt. Der Arnstädter Bierrufer rief "Prost und einen schönen Wandertag", danach setzte sich am Sonntagmorgen der Tross von rund 200 Männern, Frauen, Kindern, ein paar Hunde waren auch dabei, in Bewegung, um den neuen Geo- und Genussweg "Vom Bier zur Bratwurst" zu erlaufen.

Zuvor brauchten die Wanderer schon noch etwas Geduld, denn es wurden vor der Arnstädter Stadtbrauerei als Startort einige Reden zur Eröffnung gehalten. Hans Ullrich, Bürgermeister der Wachsenburggemeinde, begrüßte so viele Offizielle, dass einer der Wanderer meinte: "Wenn er jetzt nicht aufhört muss er mich auch noch nennen."

Zum Glück schien die Sonne bei dürren 3 Grad Celsius, so dass die in der langen Begrüßung zuerst vergessenen Hoheiten alles gelassen hinnahmen. Dann wurden aber die Thüringer Weizenbierkönigin Evelyn und der Thüringer Bratwurstkönig Rudi willkommen geheißen. Danach wurde das Eröffnungsband in den Arnstädter Stadtfarben schwarz und gelb zerschnitten, Freibier verteilt und Wanderführer Reinhard Maskos schwenkte den extra angefertigten Wimpel "Bier und Bratwurst gibt es hier, nachgewiesen seit 1404". Soll doch die Bratwurst als auch das Thüringer Weizenbier einst in Arnstadt erfunden worden sein.

"Bisher gab es den Weg von Arnstadt nach Holzhausen, doch weil der so gut angenommen wird, ist es nun ein Rundweg geworden", sagte der Wanderführer. Ein Rundweg auf 16 Kilometern mit drei neuen Stationen. Denn auf den bereits bestehenden Riesen-Löffel folgen Riesen-Hopfendolde, Riesen-Runkel und Riesen-Grill bevor es in die begehbare Bratwurst und das Bratwurstmuseum in Holzhausen geht. Hopfen zur Bierherstellung, Grill zum Braten, doch bei der Runkel stutzte so mancher Wanderer.

Kunst, Kulinarik und viel Natur

Ist doch klar, hieß es, Runkeln werden von Schweinen gefressen und die liefern das leckere Fleisch für die Bratwurst.

Neben Leckerbissen gibt es am Weg Wissenswertes zur Kulturlandschaft. An jeder Station hat der Geopark "Inselsberg – Drei Gleichen" Infotafeln aufgestellt. "Es geht um Besonderheiten im Gebiet, die guten Böden waren Grundlage für Besiedlung, Ackerbau, Viehzucht und damit letztlich auch für die Bratwurst", so Sylvia Reyer vom Geopark.

35 000 Euro kostete die Herrichtung des Genussweges, zwei Drittel wurden gefördert. Demnächst soll noch Technik installiert werden, um auch per Handy Infos zu erhalten.

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