Großbreitenbach: Konrad Wiegand verstorben

Großbreitenbach  Stadtrat würdigt den Ehrenbürger von Großbreitenbach

Das Unternehmen Wiegand-Glas betrauert seinen ehemaligen Geschäftsführer und Gesellschafter Konrad Wiegand.

Das Unternehmen Wiegand-Glas betrauert seinen ehemaligen Geschäftsführer und Gesellschafter Konrad Wiegand.

Foto: Ralf Ehrlich

Großbreitenbach. Mit einer Würdigung und Schweigeminute gedachte der Stadtrat der Landgemeinde Großbreitenbach am Dienstag zu Beginn seiner Sitzung des mit 83 Jahren zum Jahreswechsel verstorbenen ehemaligen Geschäftsführers und Gesellschafters der Wiegand-Glas-Unternehmensgruppe, Konrad Wiegand.

Nach der Wende übernahm er mit Joachim Wiegand 1991 die VEB Glaswerke Großbreitenbach aus einem Joint-Venture mit der Treuhand. In vier Werken in Steinbach am Wald, Großbreitenbach, Ernstthal und Schleusingen werden heutzutage täglich mehr als acht Millionen Glasbehälter für die Getränke- und Lebensmittelindustrie hergestellt. Man habe eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit verloren, die für Hunderte Arbeitsplätze in der Region gesorgt und nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen weiter Vereine und Projekte unterstützt habe, sagte Bürgermeister Peter Grimm (SPD).

2008 wurde Konrad Wiegand in Anerkennung seiner Verdienste um die Weiterentwicklung der Großbreitenbacher Glasindustrie zum Ehrenbürger der Stadt Großbreitenbach ernannt.

1965 hatte er zusammen mit seinem Cousin Joachim Wiegand das Unternehmen in Steinbach am Wald von den Vätern übernommen. Mittlerweile führen sein Sohn Oliver und sein Neffe Nikolaus Wiegand die Unternehmensgruppe. (ah)