Gute Zusammenarbeit der Feuerwehren bleibt im Geratal erhalten

Geraberg  Der Brandbekämpfer-Nachwuchs trifft sich zum gemeinsamen Ausbildungslager. Auch der Umweltschutz kommt dabei nicht zu kurz.

Gruppenbild mit Hund: Die vielen kleinen und jugendlichen Feuerwehrleute beim diesjährigen Jugendfeuwehrcamp in Geraberg.

Gruppenbild mit Hund: Die vielen kleinen und jugendlichen Feuerwehrleute beim diesjährigen Jugendfeuwehrcamp in Geraberg.

Foto: Berit Richter

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„Ihr müsst zwölf Teile so verbinden, dass alle Ausgänge geschlossen sind“, fordert Dominik Barth die Kinder auf. „Dafür habt ihr fünf Minuten Zeit.“

Etienne, May, Julia, Theresa, Jonas und die anderen Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Elgersburg müssen nicht lange überlegen, wie sie die Kupplungen, Verteiler und Strahlrohre am besten miteinander verbinden. Nach 1:40 Minuten steht der „Armaturen-Igel“.

Kniffliger wird es da schon an der nächsten Station. Wer sitzt wo im Einsatzwagen, wie stellt sich die Gruppe vor dem Einsatz auf, wer macht welche Meldung und ähnliches Feuerwehrfachwissen ist da gefragt.

„Insgesamt acht Stationen sind heute zu bewältigen“, erklärt Thomas Ollenburg, Vorsitzender des Jugendfeuerwehr- Fördervereins Geratal. Drei Tage lang hat dieser den Feuerwehrnachwuchs zum Jugendcamp ins Landschulheim Geraberg eingeladen.

Statt Lagerfeuer eine zünftige Disco

„Es sind 58 Kinder aus Elgersburg, Martinroda, Neusiß und Geraberg sowie unserer Partnergemeinde Waldgirmes in Hessen gekommen“, erzählt der Vereinschef.

Auch wenn man verwaltungsmäßig im Geratal mittlerweile getrennte Wege geht, die gute Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren soll auf alle Fälle erhalten bleiben. Schließlich ist es in diesem Jahr bereits die 19. Auflage des Camps.

„Vielleicht kommen ja dann in Zukunft auch die anderen aus der Landgemeinde Geratal dazu“, wünscht sich Schullandheim-Chef Jens Hertwig. „Wir könnten auch zwei Veranstaltungen machen, wenn es für eine dann zu viele Kinder sind.“

Drei Tage lang zeigen die Jungen und Mädchen, was sie schon alles für ihren künftigen Einsatz als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau gelernt haben. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. „Das Lagerfeuer musste zwar auf Grund des Wetters ausfallen, dafür haben wir eine Disco gemacht“, erzählt Thomas Ollendorf. Er weiß: Ohne Nachwuchs stirbt irgendwann die Feuerwehr, vor allem in den kleineren Orten.

Vor allem auch deshalb wurde im Jahr 2000 der Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal gegründet wurde. Nicht nur die Wehr in Geraberg, sondern auch jene in Martinroda, Elgersburg und Neusiß sollen so gestärkt werden.

Auch der Natur und Umweltschutz spielt bei der Schulung eine Rolle. „Wir sind ja hier in der Kernzone des Biosphärenreservates“, erklärt Jens Hertwig. Deshalb geht es mit einem Ranger hinaus in die Natur. Die Kinder und Jugendlichen erfahren zum Beispiel, wie Bachläufe renaturiert werden oder was so alles auf einer Wiese blüht, flattert und krabbelt. „Es ist wichtig, die Jugend an das Thema Natur und Umwelt heran zu führen“, weiß Jens Hertwig.

Dann steht wieder die Feuerwehr im Mittelpunkt. Erste Hilfe leisten, Knoten und vieles andere mehr ist gefragt bei diesem Camp, um später im Einsatz gut Bescheid zu wissen.

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