Guten Morgen, Ilm-Kreis

Britt Mandler über Tücken beim Telefonieren

Britt Mandler

Britt Mandler

Foto: Hans-Peter Stadermann

Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich viel Zeit am Telefon verbringe. Dank Freisprecheinrichtung kann ich auch im Auto mit Kollegen kurze Absprachen treffen oder Menschen erreichen, die vom Büro aus nicht an die Strippe zu bekommen waren.

Leichter wurde das Telefonieren von unterwegs mit den Jahren allerdings nicht. Zwar wurden die Freisprecheinrichtungen besser. Erhalten blieben allerdings die Funklöcher. Gesprächspartner, die sich anhören, als hätten sie den Schluckauf, sind ebenso Alltag wie Telefonate, die gleich mehrfach abbrechen.

Gestern war es fast wieder so weit. Seit Tagen hatte ich versucht, eine Politikerin zu erreichen. Ich erwischte sie auf dem Heimweg, und sie wusste genau: Fährt sie über den nächsten Berg, ist sie weg. Und zwar für längere Zeit.

Also steuerte sie ihren Wagen an den Straßenrand, um noch kurz meine Fragen zu beantworten. Allerdings bat sie mich noch um Geduld. Hinter ihr stoppte ein Auto, dessen Fahrer dachte, sie hat eine Panne.

Äußerst charmant teilte sie ihm mit, dass alles okay ist. Um dann lachend zu mir zu sagen: „Telefonieren kann man hinterm Rennsteig zwar nicht. Aber alleingelassen wirst Du im Wald auch nicht.“

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!