Guten Morgen, Ilm-Kreis: Wenn das Wohn- zum Klassenzimmer wird

Ilm-Kreis.  Antonia Pfaff über das Arbeiten und Lernen zu Hause.

Antonia Pfaff

Antonia Pfaff

Foto: Hans-Peter Stadermann

Die Situation ist derzeit nicht einfach. Nicht nur, dass wir immer noch oder schon wieder im Lockdown sind, Geschäfte und Restaurants geschlossen haben, auch das Homeschooling geht in die nächste Runde.

Per Mail kommen die Aufgaben für den Spross ins Haus geflattert: rechnen, lesen und schreiben. Was im ersten Moment und für uns nach einem Klacks klingt, ist für den Nachwuchs eine Herausforderung. Da geht es nicht nur darum, dass es eine ordentliche Portion an Aufgaben ist, sondern auch um das vorgegebene Zeitfenster und letztlich die Motivation.

Also haben wir das Wohnzimmer kurzerhand in ein Klassenzimmer umgewandelt. Gemeinsam wird an den Aufgaben gearbeitet, Hilfestellungen gegeben, Unklarheiten erklärt und dem inneren Schweinehund eine Kampfansage gemacht. Gleiches gilt sicher auch für uns, die im Homeoffice sitzen und nicht wie gewöhnlich und alltäglich arbeiten können. Doch das gemeinsame Agieren trägt Früchte. Denn nicht nur der Spross ist gewillt und motiviert, den Aufgabenberg abzuarbeiten, auch wir halten uns ran, telefonieren, recherchieren und schreiben.

Wie auch im Klassenzimmer beziehungsweise im Schulalltag gibt es Pausen. Diese werden zum Speisen, Schwatzen und zum kurzen Kuscheln genutzt. Gut, Letzteres ist jetzt nicht schultypisch. Aber wenn schon zu Hause gelernt und gearbeitet wird, kann auch familiäres Miteinander umgesetzt werden. Und so eine fette Motivationsumarmung wirkt Wunder — bei Groß und Klein.