Areal des Bratwurstmuseums in Holzhausen steht zum Verkauf

Holzhausen  Der Umzug des Bratwurstmuseums von Holzhausen nach Mühlhausen ist bis Mai nächsten Jahres geplant. Bis zum Ende der Saison gibt es am Standort im Ilm-Kreis aber das volle Programm.

Das Gelände des Bratwurstmuseums in Holzhausen – im Vordergrund die Theaterscheune – soll verkauft werden.

Das Gelände des Bratwurstmuseums in Holzhausen – im Vordergrund die Theaterscheune – soll verkauft werden.

Foto: Ralf Ehrlich

Das am Mühlhäuser Stadtwald geplante Bratwurst-Museum, das bis Mai kommenden Jahres von Holzhausen dorthin umziehen soll, beschäftigt am Donnerstag erneut den dortigen Stadtrat. „Wir bohren dort richtig dicke Bretter“, sagt Thomas Mäuer vom Verein der Freunde der Thüringer Bratwurst gegenüber unserer Zeitung. Das Schallschutzgutachten für das neue Areal haben der Investor Jan Kratochwil und der in der Oberdorla ansässige Architekt Sebastian Machleb bereits erstellen lassen.

Es geht darum, die Belastung für die Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe, für das Kinderheim und für die Nutzer der umliegenden Gärten innerhalb der gesetzlichen Grenzen zu halten.

Verein behält Sitz in Holzhausen

Mit dem Blick auf das von Machleb erstellte Konzept für das Bratwurstmuseum mit seinem Sport- und Spielbereich und auch einem Feriendorf für maximal 120 Betten meint Mäuer: „Das Gelände in Holzhausen war, bevor wir mit dem Bratwurstmuseum kamen, auch eine Brachfläche, jetzt ist es ökologisch aufgewertet.“ Den Umzug des Museums binnen eines halben Jahres bewältigen zu wollen, nennt Mäuer „sehr ambitioniert – aber machbar.“

Und was wird aus dem Gelände in Holzhausen? Das Areal gehört zwei Privatpersonen und steht laut Mäuer zum Verkauf. „Alles, was mobil und transportabel ist wird natürlich mit nach Mühlhausen ziehen“, sagte Mäuer am Mittwoch auf Nachfrage. Eines ist Mäuer aber ganz wichtig: Bis zum Oktober ist das Bratwurstmuseum in Holzhausen wie in den letzten zwölf Jahren ganz normal geöffnet.

„Wir verabschieden uns mit dem vollen Programm und natürlich mit Anstand hier aus Holzhausen“, sagt er. Zum Internationalen Tag der Bratwurst am 16. August werden dort sogar noch einmal drei neue Erlebnisbereiche eingeweiht – die dann natürlich mit nach Mühlhausen umziehen. Und auch der Bratwurst-Cup mit dem Seifenkistenrennen, die Herbstwanderung, die dann 12. Bratwurstiade Anfang Oktober und das Vereinsschlacht- und das Weihnachtsfest finden wie geplant in Holzhausen statt.

Aus Mühlhausen und Umgebung bereits über 40 Neuanmeldungen für den Verein

Gleiches gilt natürlich für alle im Bratwursttheater geplanten Veranstaltungen mit Kabarett, Lesungen, Kleinkunst und den eigenen Produktionen. „Natürlich gab es viele Anfragen, ob es bei uns dieses Jahr noch weitergeht – die Antwort darauf ist ein klares Ja“, so Mäuer gegenüber unserer Zeitung.

Die Baumaßnahmen in Mühlhauen können erst begonnen werden, wenn der Stadtrat den Satzungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes gefasst hat, das wird erst im Herbst sein. Läuft alles glatt, wird Ende des Jahres mit dem Bau des Museums und der Sport- und Spielhalle begonnen. Ob man bereits 2020 die so beliebten Theateraufführungen anbieten kann, ist eher unwahrscheinlich.

Mäuer erwartet das nicht vor dem Herbst nächsten Jahres. Dennoch geht er das Vorhaben optimistisch an. Einige Bus-Unternehmen, die bisher nach Holzhausen kommen, hätten ihr Interesse auch für Mühlhausen signalisiert. Und was Mäuer und seine Mitstreiter besonders freut: Aus Mühlhausen und Umgebung lägen bereits über 40 Neuanmeldungen für den Verein vor. Der behält seinen Hauptsitz in Holzhausen, viele der Mitglieder wohnen ja hier.

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