Ichtershausen: Kirchgemeinde feiert stolzes Jubiläum

Ichtershausen  Gläubige errichteten das Gotteshaus Sankt Marien vor 70 Jahren mit Unterstützung selbst. Gottesdienst und Fest im Bürgerhaus am Sonntag

Pfarrer Michael Gabel und Mechthild Kudraß, Sprecherin des Kirchortrates, laden zum Jubiläumsfest der Kirchweihe am 20. Oktober ein. Dafür wurde eine Ausstellung mit Fotos und Zeitungsbeiträgen vorbereitet. Auch ein Kalender für 2020 entstand mit Bildern aus der Geschichte der Gemeinde.

Pfarrer Michael Gabel und Mechthild Kudraß, Sprecherin des Kirchortrates, laden zum Jubiläumsfest der Kirchweihe am 20. Oktober ein. Dafür wurde eine Ausstellung mit Fotos und Zeitungsbeiträgen vorbereitet. Auch ein Kalender für 2020 entstand mit Bildern aus der Geschichte der Gemeinde.

Foto: Antje Köhler

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An die Kirchweihe von Sankt Marien vor 70 Jahren wird am kommenden Sonntag in Ichtershausen erinnert. Das kleine, von außen recht unscheinbare Gotteshaus war am 16. Oktober 1949 durch den Fuldaer Bischof Bote eingeweiht worden. Es handelte sich um den ersten Neubau einer katholischen Kirche in der DDR.

Gläubige aus der Region hatten ihn mit Unterstützung einheimischer Firmen selbst errichtet, erinnert Pfarrer Michael Gabel, ehrenamtlicher Seelsorger. Der Bau war eine Leistung in einer Zeit der Not und Entbehrungen und bei dem wenigen, was an Material zur Verfügung stand. Viele Umsiedler, Flüchtlinge und Vertriebene kamen bereits ab 1941 aus dem Osten nach Thüringen und brachten ihren Glauben mit.

Teil der Kirchgemeinde in Arnstadt

War damals das Baumaterial ein großes Problem, ist es heute die schwindende Zahl an Gläubigen. Bis 2011 hatte die Gemeinde – sie umfasste zwölf Dörfer, darunter die Erfurter Ortsteile Molsdorf, Waltersleben und Egstedt – einen eigenen Kirchenvorstand und Haushalt, seitdem gehört sie zur Katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Arnstadt. Diese ermöglichte, dass nach der Übernahme von Stühlen aus einer aufgelösten Kapelle in diesem Jahr der Fußboden erneuert und die Kirche innen gestrichen wurde. Eine neue Beleuchtung wurde kürzlich fertig. Blickfang im Gotteshaus ist das im Jahre 2000 fertiggestellte „gewebte Labyrinth“ der inzwischen verstorbenen Künstlerin Ulrike Drasdo aus Hohenfelden an der Altarwand.

Die Gemeindearbeit in Ichtershausen läuft rein ehrenamtlich. Neben den Gottesdiensten gibt es einige Höhepunkte im Jahr. Mechthild Kudraß, Sprecherin des Kirchortrates, nennt als Beispiel das Martinsfest. Das feiere man ökumenisch mit Kindergarten sowie Grundschule.

Über das Leben in der Gemeinde wird zum Jubiläum eine kleine Ausstellung erzählen. Fotos und Zeitungsartikel wurden thematisch geordnet, zu Plakaten zusammengestellt und in Arnstadt bei der Firma Barthel gedruckt. Außerdem entstand ein Kalender für 2020 mit Bildern aus dem Gemeindeleben.

Es sei wichtig, die 70 Jahre zu feiern, finden Pfarrer Gabel wie auch Mechthild Kudraß. Man wolle damit allen, die sich um den Fortbestand der Gemeinde verdient machten, danken.

Das Fest beginnt am Sonntag, dem 20. Oktober, um 13.30 Uhr mit einem Festgottesdienst, zu dem der Projektchor der Katholischen Kirchengemeinde singt. Daran schließt sich ab 15 Uhr eine Feier im Bürgerhaus an, zu der auch der Ichtershäuser Singekreis ein Ständchen bringt,

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