Ilm-Kreis: Am Gera-Radweg fehlt eine öffentliche Toilette

Ichtershausen  Selbsthilfegruppe aus Arnstadt macht bei einer Wanderung auf den Missstand aufmerksam. Prüfauftrag für Verwaltung im Amt Wachsenburg

Die Selbsthilfegruppe „Miteinander Selbstbestimmt Leben“ aus Arnstadt ist zu Fuß sowie mit Rädern und Rollfietsen auf dem Gera-Radweg unterwegs.

Die Selbsthilfegruppe „Miteinander Selbstbestimmt Leben“ aus Arnstadt ist zu Fuß sowie mit Rädern und Rollfietsen auf dem Gera-Radweg unterwegs.

Foto: Thomas Brückner

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Die Selbsthilfegruppe (SHG) „Miteinander Selbstbestimmt Leben“ aus Arnstadt setzt sich für den Bau einer öffentliche Toilette am Gera-Radweg in Ichtershausen ein. Diese sollte barrierefrei und auch an Feiertagen und Wochenenden geöffnet sein.

Der Gera-Radweg liegt nicht nur landschaftlich schön, er ermöglicht auch einen umweltfreundliche Fahrt nach Molsdorf oder Erfurt fernab der Straßen. Dank der Erfindung des Rollfiets – ein stabiles Fahrrad mit angebautem Rollstuhl – können behinderte Menschen in Begleitung ebenfalls diese schöne Strecke für Ausflüge nutzen. Allerdings fehlt unterwegs eine Toilette, worauf die Selbsthilfegruppe jetzt bei einer Wanderung aufmerksam machte. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Rollfiets hatten sich Mitglieder der Gruppe und Unterstützer auf den Weg gemacht.

Bei dem Ausflug habe man einige Schwachpunkte fest gestellt, wo der Ausbau des Radweges vorgetrieben werden müsste, betonte Thomas Brückner, Ansprechpartner der SHG.

In Ichtershausen konnte die Gruppe die Neue Mitte besichtigen, Günter Stecklum gab eine Überblick über das Bauvorhaben. Mit dem Saal wurde auch eine Behinderten-Toilette im Erdgeschoss gebaut, aber diese ist am Wochenende geschlossen – ebenso die Behinderten-Toilette in der Gemeindeverwaltung.

Im Vorfeld und während ihres Ausflugs kamen die Wanderer mit mehreren Gemeindevertretern quer durch die Fraktionen ins Gespräch. „Wir sind auf einem guten Weg“, zeigt sich Brückner anschließend optimistisch. Ichtershausen würde in jeden Fall von einer öffentlichen Toilette profitieren.

„Wenn wir den Tourismus förder wollen, muss so etwas da sein“, ist auch Ursula Gorf, Linke-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Amt Wachsenburg, überzeugt. Ihre Fraktion hat bereits einen Antrag für einen Prüfauftrag an die Verwaltung eingereicht. Er soll in der nächsten Gemeinderatssitzung beraten werden. Überlegungen, welches Grundstück der Gemeinde man nutzen könnte, gibt es auch.

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