Ilm-Kreis gibt Hebammen Schutzausrüstung

Ilm-Kreis.  Der Schutz von Hebammen, Schwangeren und Wöchnerinnen im Kreis soll so nochmals verstärkt werden.

Symbolbild: Steffi Brendler, Hebamme vom Geburtshaus Dresden.

Symbolbild: Steffi Brendler, Hebamme vom Geburtshaus Dresden.

Foto: Klaus Gigga / dpa

In der Corona-Krise leisten Hebammen weiterhin eine wichtige Arbeit und unterstützen Schwangere vor und nach der Geburt, geben Sicherheit. In vielen Fällen können Probleme nicht telefonisch geklärt werden und dann sind Hausbesuche notwendig. „Wir wollen Hebammen, Schwangere und Wöchnerinnen schützen. Der Landkreis unterstützt seine freiberuflichen Hebammen mit Schutzausrüstungen“, sagte dazu Landrätin Petra Enders am Donnerstag. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog.

Für freiberufliche Hebammen, die Schwangere und Wöchnerinnen mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion betreuen, gibt es nun eine Lösung, bis das Land die geplante Ausrüstung an diese wichtige Berufsgruppe ausreicht. Freiberufliche Hebammen, die in dringenden Angelegenheiten Hausbesuche machen müssen, können in den Ilm-Kreis-Kliniken eine Schutzausrüstung bestehend aus einer FFP3-Maske, einem Vollschutzanzug und einer Brille, abholen.

Nach Aussage von Anika Buntrock, Chefhebamme in den Ilm-Kreis-Kliniken, gibt es etwa 15 Hebammen im Kreis. Die meisten arbeiten freiberuflich. „Mit Aufkommen des Coronavirus haben Hebammen gemäß des Infektionsschutzes ihre Arbeit mit Schwangeren und Wöchnerinnen schon auf das Notwendigste reduziert. Ein Großteil der Betreuung findet am Telefon oder in Videochats statt. Doch es gibt in der Vor- und Nachsorge Probleme, die nur vor Ort gelöst werden können. Für die Hebammen, die infizierte Wöchnerinnen und Schwangere in solchen Situationen betreuen, ist ein Schutz überaus wichtig“, sagte sie.

Ansprechpartnerin ist im Kreißsaal der Ilm-Kreis-Kliniken Chefhebamme Anika Buntrock. Sie wird die Ausrüstung bei Bedarf an die freiberuflichen Hebammen verteilen.

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