Ilm-Kreis: Kunstprojekt sammelt Spenden

Ilm-Kreis  Standorte in Arnstadt, Ilmenau und Erfurt sollen erhalten bleiben

Im Oktober 2020 konnte Barbara Rieck (links) im Ilm-Kreis-Center Werke aus den Kursen des Kunstprojektes 2.13 präsentieren. Derzeit können diese nur online stattfinden.

Im Oktober 2020 konnte Barbara Rieck (links) im Ilm-Kreis-Center Werke aus den Kursen des Kunstprojektes 2.13 präsentieren. Derzeit können diese nur online stattfinden.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Ilm-Kreis. "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele." Wenn Barbara Rieck dieses Picasso-Zitat bemüht, huscht ein Lächeln über ihr Gesicht. Dabei fällt der Chefin des Kunstprojektes 2.13 das Fröhlichsein momentan schwer: An den Standorten in Ilmenau, Arnstadt und Erfurt dürfen seit Wochen keine Kurse mehr stattfinden. Die Fixkosten, etwa für Mieten, fallen weiterhin an.

Gänzlich die Arbeit eingestellt haben die Dozenten des Kunstprojektes ihre Arbeit freilich nicht: Es gibt Online-Kurse. Und wer mag, kann etwa für Kindergeburtstage Kreativtüten packen lassen, so dass das Geburtstagskind daheim in kleiner Runde LED-Lampen gestalten, Shirts bemalen oder Bilderrahmen verzieren kann. Das Angebot ist groß.

Doch damit die Fixkosten zu erwirtschaften, ist schwierig. Je länger der Lockdwon dauert, umso mehr Sorgen macht sich Barbara Rieck, ob das Kunstprojekt überlebt.

Dabei fand das Projekt in den letzten Jahren viele Fans. Kinder, Jugendliche, Erwachsene besuchen die Kurse, oft sitzen auch mehrere Generationen gemeinsam in den Ateliers. „Wir stehen für die Idee, Kreativität für jeden sichtbar, anfassbar, begreifbar, mitmachbar und erlebbar zu machen“, erklärt Barbara Rieck.

Damit das Kunstprojekt auch weiterhin besteht, hat Barbara Rieck nun über Startnext eine sogenannte Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Interessierte können einen frei wählbaren Spendenbetrag überweisen – Cent helfen ebenso wie größere Eurosummen. 3000 Euro sollen so bis zum 14. Februar zusammenkommen. Statt Geld zu spenden, können Unterstützer auch Gutscheine kaufen, die für Online-Kurse, Kreativpakete und vieles mehr einlösbar sind.

Ende letzter Woche wurde der Aufruf online gestellt. Schon am Wochenende war Barbara Rieck sprichwörtlich baff. "Wir sind überwältigt von der Solidarität, die uns zuteil wird", so Rieck. Fast 2200 Euro kamen bereits zusammen, die Zielsumme ist also schon nach wenigen Tagen in Sichtweite gerückt.

Christian Papke aus Potsdam etwa kaufte einen Gutschein mit der Bitte, diesen weiterzureichen an Kinder, deren Eltern sich die Kurse derzeit nicht leisten können. Genauso soll auch mit Geldern verfahren werden, die über die 3000 Euro Zielsumme hinausgehen. Barbara Rieck freut sich zudem, dass Malschüler Bilder zum Verkauf zur Verfügung gestellt haben. „Auch diese Erlöse kommen zu 100 Prozent dem Kunstprojekt 2.13 zugute“, betont sie. „Ich habe Tränen der Freude und Dankbarkeit in meinen Augen“, so die Initiatorin. Noch ist die Lage zwar schwierig. Aussichtslos ist sie allerdings nicht mehr.

Wer spenden möchte, erreicht die Aktion unter https://www.startnext.com/kunstprojekt2-13thueringen