Ilm-Kreis: Mobile Endgeräte für Schüler erst im März

Ilm-Kreis.  Knapp 1500 Rechner für Schüler im Ilm-Kreis bestellt. Lieferung erst im März 2021

Die mobilen Endgeräte für die Schüler des Ilm-Kreises werden erst im März kommenden Jahres zur Verfügung gestellt.

Die mobilen Endgeräte für die Schüler des Ilm-Kreises werden erst im März kommenden Jahres zur Verfügung gestellt.

Foto: Marco Kneise

Digitalisierung – nicht nur das Schlagwort der Stunde, sondern auch Thema im Kreisausschuss. Im Fokus steht dabei die Umsetzung des Digitalpaktes Teil vier.

„Die Corona-Pandemie ist eine große Bewährungsprobe, ganz besonders für das Bildungssystem. Dennoch darf es keine Bildungskrise werden. Der Koalitionsausschuss hat kürzlich beschlossen, 500 Millionen Euro bereitzustellen, um Schüler mit mobilen Endgeräten zu unterstützen und Schulen eine Ausstattung zur Erstellung von Online-Lehrmaterial zu ermöglichen“, heißt es seitens des Bundesbildungsministeriums.

Der IT-Chef des Ilm-Kreises, Rocco Wünsche, erklärt, dass zum Digitalpakt die Beschaffung der mobilen Endgeräte für die Schüler gehört. Es seien 1496 Endgeräte ausgeschrieben und in der Vergabe. Das Geld sei bereits im Haushalt eingeplant, der Fördermittelbescheid liege vor. Allerdings sei mit einer Lieferung erst im März kommenden Jahres zu rechnen. Und dann würde die Arbeit innerhalb des Landratsamtes beginnen, so Wünsche. Denn jedes Endgerät müsse durch die Hände der Verwaltung, registriert und später gewartet werden. Dazu gehören auch die Installation des Virenschutzes und Office-Programme – allerdings werde beides nicht gefördert, sagt der IT-Chef, der gleichzeitig daraufhin weist, dass dafür mehr Personal benötigt werde.

Eleonore Mühlbauer (SPD) wirft die Frage auf, wie die Geräte im Unterricht eingesetzt werden können. Rocco Wünsche erklärt, dass diese nur für den heimischen Gebrauch seien. Daraufhin zweifelt die Politikerin an, dass in allen Haushalten flächendeckend Wlan zur Verfügung stehe. Ob und inwieweit ein solcher Bedarf geprüft und möglicherweise gefördert werden kann, will Landrätin Petra Enders (pl) aufnehmen und nachfragen.

Sobald die Geräte im kommenden Jahr zur Verfügung stehen, erhalten diese die Schulleiter, die entscheiden, wer ein solches mobiles Endgerät erhält.