Ilm-Kreis: Neues Angebot für Jugendliche ohne Lehrstelle

Arnstadt  Arnstädter Bildungswerk und Christliches Jugenddorf Ilmenau starten gemeinsam eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme.

Eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beginnt im September beim Arnstädter Bildungswerk. Hier dessen Geschäftsführer Ulrich Kämpf (von links) mit Anja Ackermann vom Christlichen Jugenddorf Ilmenau und Ireen Mehre, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit, in der Metallwerkstatt in der Prof.-Hugo-Jung-Straße.

Eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beginnt im September beim Arnstädter Bildungswerk. Hier dessen Geschäftsführer Ulrich Kämpf (von links) mit Anja Ackermann vom Christlichen Jugenddorf Ilmenau und Ireen Mehre, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit, in der Metallwerkstatt in der Prof.-Hugo-Jung-Straße.

Foto: Antje Köhler

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Melanie und Florentine sind seit ein paar Wochen mit der Schule fertig und haben noch keinen Ausbildungsplatz. Florentine würde gern Kosmetikerin werden, hat sich aber zu spät gekümmert, wie sie sagt. Melanie weiß noch nicht, in welche Richtung es gehen soll. Einige Praktika könnten ihr helfen, sich darüber klar zu werden.

An diesem Montagmorgen sitzen die beiden Freundinnen aus einen Dorf bei Arnstadt deshalb beim Arnstädter Bildungswerkes (ABW) in der Prof.-Hugo-Jung-Straße bei einer Informationsveranstaltung für eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. Nach längerer Pause widmet sich das ABW in Kooperation mit dem Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Ilmenau wieder dieser Aufgabe. Die auf zehn bis zwölf Monate geplante Maßnahme beginnt am 9. September und wird von der Agentur für Arbeit finanziert.

Gruppen in Ilmenau und in Arnstadt

Dort hat man noch etliche junge Leute ohne Lehrstelle in der Kartei. Im Interesse kurzer Wege wird es sowohl in Arnstadt, wie auch in Ilmenau jeweils eine Gruppe mit etwa 20 Teilnehmern geben. Nur wenige Plätze sind noch frei.

Ein Teil der jungen Leute im Alter bis 25 Jahre hat keinen Hauptschulabschluss und erhält die Möglichkeit, diesen nachzuholen. Andere sind nicht so weit, eine Ausbildung mit einem Acht-Stunden-Tag durchzustehen, erklärt Ireen Mehre, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit. Man will sie schrittweise heranführen, sozusagen Brücken bauen in den Berufsalltag mit 40-Stunden-Woche.

Wer gerade nicht im Praktikum ist, wird in der Metallwerkstatt oder in der Lehrküche arbeiten, sich in verschiedenen Berufsfeldern wie Metallbearbeitung, Hauswirtschaft und Lager/Logistik ausprobieren. So können die Jugendlichen das Drehen und Fräsen lernen und damit später ganz sicher in einer Firma punkten. Sie erhalten neben einer Ausbildungsbeihilfe auch eine intensive soziapädagogische Betreuung, Bewerbungstraining und weitere Unterstützung, damit es spätestens in einem Jahr mit der richtigen Ausbildung losgehen kann.

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