Ilm-Kreis: Rollende Küche für den Ernstfall

Ilm-Kreis.  Der DRK-Kreisverband Arnstadt erhielt vom Freistaat ein modernes Fahrzeug für den Betreuungszug. Es wird in Gräfinau-Angstedt stationiert sein.

Ein neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz hat das DRK in Arnstadt erhalten. Danny Helbig (links) und Alexander Stephan holten es ab. 

Ein neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz hat das DRK in Arnstadt erhalten. Danny Helbig (links) und Alexander Stephan holten es ab. 

Foto: Hans-Peter Stadermann

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Es ist ein nagelneuer Lkw, darauf das Thüringer Landeswappen und die Notrufnummer 112. Als Alexander Stephan und Danny Helbig die Ladebordwand hinunterfahren und die Türen öffnen, kommt das komplette Equipment für eine XXL-Küche zum Vorschein – vom Kühlschrank über Anlagen zur Wasserver-und Abwasserentsorgung bis hin zum Zelt, unter dem für bis zu 300 Menschen gekocht werden kann.

Die beiden DRK-Mitarbeiter nahmen das vom Freistaat finanzierte Fahrzeug in Erfurt in Empfang und absolvierten gleich eine mehrstündige Einweisung durch die Hersteller- und die Ausrüster-Firma. „Da kommt einiges an Arbeit auf uns zu“, sagt Danny Helbig, Kreisbereitschaftsleiter im Ilm-Kreis. Soll heißen: Erst nach entsprechenden Schulungen können sie mit dem neuen Fahrzeug ausrücken.

Der neue, 8,50 Meter lange 15-Tonner mit sechs Plätzen im Fahrerhaus ist Teil der so genannten Kat.-Schutzeinheit, die der DRK-Kreisverband Arnstadt unterhält, und die zum Sanitäts- und Betreuungszug im Ilm-Kreis gehört. Bei Großschadensereignissen – wie Hochwasser und Bränden, aber auch bei Evakuierungen nach Bombenfunden – ist diese Einheit zuständig, um Notunterkünfte zu stellen, die Betroffenen mit Nahrung und Kleidung zu versorgen und Mahlzeiten für die Einsatzkräfte zu kochen.

Zwar gibt es schon einen Betreuungs-Lkw beim DRK, aber deutlich einfacher ausgestattet und 20 Jahre alt. Jetzt ist die Ausrüstung auf mehreren leichter abzuladenden Rollcontainern verstaut – vom Gemüseschneider über Kaffeemaschinen und Schöpfkellen jeder Größe bis hin zu 45-Liter-Töpfen findet sich alles, um vor Ort Mahlzeiten zuzubereiten. Ergänzt wird der Betreuungs-Lkw durch eine Feldküche.

Derzeit gehören 42 Frauen und Männer zum Betreuungszug, die bei Bedarf zweischichtig arbeiten können. Es handelt es sich um eine freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit, dafür fehlen Mitglieder. Verstärkung wird immer gesucht, meinte auch Bastian Wenske, Vorstand im DRK-Kreisverband und Leiter Rettungsdienst.

Der neue Betreuungs-Lkw wird in Gräfinau-Angstedt stationiert, allerdings werde in der dortigen Garage langsam der Platz knapp, erzählten die Männer. Zum Betreuungszug gehören insgesamt sechs Fahrzeuge.

In den kommenden Monaten werden die Helfer nun fit gemacht für den Ernstfall, der hoffentlich so schnell nicht eintritt.

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