Ilm-Kreis: Verwaltung reagiert auf Kritik am Busverkehr

Ilm-Kreis  Alle eingegangenen Beschwerden werden beantwortet. An der Lösung der Probleme „wird mit Hochdruck“ gearbeitet.

Der Bustreff in Arnstadt „An der Weiße.“ Umsteigeknotenpunkt für die Reisenden.

Der Bustreff in Arnstadt „An der Weiße.“ Umsteigeknotenpunkt für die Reisenden.

Foto: Hans-Peter Stadermann

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Auf die teils massive Kritik aus der Bevölkerung und auch aus den Kreistagsfraktionen an den neuen Fahrplänen – die seit dem 1. Juli im gesamten Ilm-Kreis gelten (wir berichteten mehrfach) – hat jetzt auch die Kreisverwaltung reagiert.

„Die im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Zonensystems sowie den Fahrplanänderungen und Neustrukturierung der Linien auftretenden Probleme nehmen wir als Verwaltung des Ilm-Kreises sehr ernst. Wir danken den Fahrgästen, die sich mit Hinweisen sowohl an die Kreisverwaltung als auch an die Ilmenauer Omnibus GmbH gewandt haben“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die bisher eingegangenen Hinweise hätten vor allem drei Schwerpunkte: Erstens gäbe es Verunsicherungen aufgrund wechselnder Linienbezeichnungen, zweitens würden Verbesserungen zu derzeitigen Linienführungen, bei den Abfahrtszeiten und bei der „Wiederherstellung von Leistungen“ geordert und drittens werden Ideen für die weitere Ausgestaltung des Busverkehres im Landkreis gegeben. „Wir versichern, dass mit Hochdruck an der Lösung der Probleme und der weiteren Optimierung gearbeitet wird.“

Mit den Änderungen – die überwiegend auf fachlicher Ebene liegen würden – sei das Verkehrsunternehmen, also der Ilmenauer Omnibusverkehr (IOV), derzeit beschäftigt. Die Kreisverwaltung legt dabei vor allem Augenmerk auf „die Aufrechterhaltung der Qualität in Bezug auf Anbindung der Ortschaften sowie auf die Liniengestaltung zur Gewährleistung von verträglichen Fahrzeiten.“

Nach ersten Beratungen mit der IOV seien bereits Maßnahmen eingeleitet worden, die mit dem nächsten Fahrplanwechsel am 18. August umgesetzt werden sollen. Dabei solle es dann auch zu „weiteren Optimierungen und Korrekturen kommen, die insbesondere den Hinweisen der Fahrgäste entsprechen und zum Abbau von Reibungsschwerpunkten beitragen.“

Alle Änderungen bedürfen allerdings der Zustimmung durch die Genehmigungsbehörde beim Landesverwaltungsamt, allerdings wolle die Kreisverwaltung darauf hinwirken, dass notwendige Änderungen „zügig eingearbeitet und umgesetzt werden können.

Fahrgastkonferenzen werden etabliert

Außerdem soll es sogenannte Fahrgastkonferenzen geben, um alle Fragen und Probleme mit den Bürgern zu diskutieren. Termine hierfür stehen nach Angaben des Landratsamtes noch nicht fest, sollen aber rechtzeitig bekanntgegeben werden. Und: Alle, die sich wegen dieser Problematik bislang an das Landratsamt gewandt haben, „werden auch eine persönliche Antwort bekommen.“ Noch vor dem Fahrplanwechsel im August soll es eine Sondersitzung des ÖPNV-Ausschusses des Kreistages geben, um über die aufgetretenen Probleme zu beraten.

Bereits feststehende Veränderungen in den Busfahrplänen:

Die Verbindung von Achelstädt nach Arnstadt, die bislang nur dienstags und donnerstags fuhr, wird ab 18. August montags bis freitags fahren.

Für beide Richtungen der Verbindung Ilmenau-Heyda gibt es zum Fahrplanwechsel Anpassungen, die mit dem Fahrplan bis 30. Juni vergleichbar sind. Abfahrtszeiten werden optimiert, es gibt eine nahezu zweistündige Taktung.

Um Verbesserung im Schülerverkehr zu erreichen, wurden alle Schulen des Ilm-Kreises befragt. Ab Mitte August solle es dann dafür optimierte Zeiten geben.

Die Linien im Stadtverkehr Arnstadt wurden ausgebaut. Es gab einige Befürchtungen, die Stadtlinie 1 bediene den Dornheimer Berg Richtung Ilm-Kreis-Center (IKC) nicht mehr. Die Erreichbarkeit des IKC ist nach wie vor gegeben. Die Verbindung hat nun eine halbstündlichen Taktung zwischen 8.39 und 18.34 Uhr (bis 20.34 Uhr stündlich).

Die Anbindung von Arnstadt nach Erfurt hat sich nicht verändert. Irritationen wurden durch die Teilstreckenkennzeichnungen ausgelöst. Fahrgäste können von „Arnstadt, Dorotheenhof“ bis „Erfurt, Hauptbahnhof“ ohne Umstieg fahren. Ab dem „Bustreff Arnstadt“ und „Arnstadt, Erfurter Kreuz“ ändert sich die nur die Linienbezeichnung. Die Linie 2 startet am Dorotheenhof und verkehrt bis zum Bustreff Arnstadt. Dort wird sie durch die Linie 350 ergänzt. Ab der Haltestelle „Arnstadt, Erfurter Kreuz“ ist es wieder ausschließlich die Linie 350, die bis nach Erfurt fährt. Die Fahrgäste bleiben auf dem Teilstück Bustreff bis Erfurter Kreuz im selben Bus.

Görbitzhausen wird mit dem Fahrplanwechsel wieder angebunden sein, und zwar mit der Buslinie 358.

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