Ilmenau: Erste Bilder von der Schwimmhallen-Baustelle

Ilmenau  Erste Baustellenbesichtigung des 12-Millionen-Projektes mit Bauamtsleiter Thomas Schäfer. Tickets kommen künftig aus dem Automaten

Handwerker arbeiten auf dem Dach der Ilmenauer Schwimmhalle in 13 Metern Höhe. Eröffnung soll im September oder Oktober 2020 zu Beginn der Schwimmhallensaison sein.

Handwerker arbeiten auf dem Dach der Ilmenauer Schwimmhalle in 13 Metern Höhe. Eröffnung soll im September oder Oktober 2020 zu Beginn der Schwimmhallensaison sein.

Foto: André Heß

„Achtung, Kopf einziehen und auf Stolperfallen achten!“ Ich kämpfe mich mit Bauamtsleiter Thomas Schäfer unter den Baugerüsten vom künftigen Planschbecken zum künftigen Therapiebecken, wo Sportgruppen, abgeschirmt mit einer Glaswand von der Geräuschkulisse der anderen Badegäste, ihre Übungen im Wasser machen können. Dazu gibt es noch einen von 1,35 Meter auf null Wasserhöhe verstellbaren Hubboden.

Da ist jetzt bei den Erklärungen noch viel Theorie dabei, aber mehr als die Umrisse sind längst schon von der neuen Ilmenauer Schwimmhalle zu erkennen. Auch der Sprungbeckenbereich mit Dreimeter-Turm und vier Meter Wassertiefe steht bereits. Dieser ist abgetrennt vom Schwimmerbecken durch eine Treppenanlage, die als Ausstieg nach dem Sprung und als Einstieg für die Schwimmer dient.

Es hämmert ununterbrochen vom Dach über uns, die Becken werden gerade sandgestrahlt und danach gleich wieder die großflächigen Fensterscheiben ringsum in der Halle geputzt. Auf der 12-Millionen-Baustelle greift jedes Gewerk ins andere, es gäbe kaum nennenswerte Ungereimtheiten im Bauablauf, sagt Schäfer.

Er ist als Verantwortlicher der Stadt mindestens einmal in der Woche hier und begleitet das anspruchsvolle Projekt bereits seit der Ideenfindung 2014. Bauherr ist der Ilmenauer Bäderbetrieb, der sich damals nach einer Bestandsaufnahme der alten Schwimmhalle am Stollen für einen Neubau und damit eine riesige Investition entschieden hat. Man hätte am alten Standort in die marode Halle viel Geld reinstecken müssen, ohne am Ende mehr Platz und damit Vergnügen zu haben.

Freilich, eine Sauna wird die neue Schwimmhalle entgegen der alten nicht aufweisen, solange sich kein privater Betreiber dafür findet, sagt Schäfer. Alles andere wäre finanziell nicht darstellbar. Auf alle Fälle möchte man die Zahlen der alten Schwimmhalle, die bei 60.000 bis 75.000 Besuchern in der Saison lagen, in der neuen toppen, allein schon, weil hier viel mehr Gruppen das Therapiebecken nutzen können. Der Badebetrieb soll im September oder Oktober 2020 eröffnet werden.

Dann kommen die Besucher der Eishalle und Schwimmhalle von der Straße aus in den Em-pfangsbereich, werden am Automaten ein Ticket ziehen und sich dann über Drehkreuze zur Schwimmhalle oder Eishalle begeben. Vom Foyer aus gelangt man auch zu einer Gastronomie und auf die Terrasse mit Blick auf den dann wieder angelegten Teich. Ein Steg umrundet die Schwimmhalle und bietet Anschluss an den Rundwanderweg um den Teich.

Im Keller zeigt mir der Bauamtsleiter das eigentliche Herzstück der Schwimmhalle. Hier befinden sich die Badewasseraufbereitung, Belüftungs-, Heizungs- und Elektroanlagen sowie Filtersysteme.

Auf dem Dach schließlich in 13 Metern Höhe komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Das sei statisch und funktionell eine ausgefeilte Technik, jeder Träger ein Unikat, weil dreidimensional gebogen, sagt Schäfer. Die Konstruktion in Form einer Tulpe oder eines Trichters sorge für eine einfachere Entwässerung und bessere Entlüftung.

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