Ilmenau: Fahrender Kubikmeter mit Spezialwerkzeugen

Ilmenau  Firma Henkel und Roth aus Ilmenau hat Ingenieuren einen ihrer Messe erprobten Roboter vorgestellt.

Diplomingenieur Stephan Pöhler war als Konstrukteur und Projektmanager beteiligt.

Diplomingenieur Stephan Pöhler war als Konstrukteur und Projektmanager beteiligt.

Foto: Karl-Heinz Veit

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Der Verein Deutscher Ingenieure der Technischen Universität Ilmenau und Interessierte suchten am Donnerstagabend nach Dienstschluss die Firma „Henkel + Roth“ zu einem Betriebsbesuch mit Vorstellung des in der Firma entwickelten und gebauten Roboters „MR 3.0“ auf. Auf der „MOTEC“-Messe in Stuttgart hatte dieser Ilmenauer Roboter, dessen Funktionalität demonstriert wurde, jüngst große Aufmerksamkeit erfahren.

Hauptgeschäftsführer Matthias Roth stellte zunächst den hierorts als erste GmbH 1990 gegründeten Betrieb mit seinem Produktionsprofil vor. Die Stammbelegschaft von 50 Leuten besteht aus Spezialisten für Forschung und Entwicklung. Das Produktionsprofil – Anlagen für die Mechanisierung von Produktionsabläufen, Automatisierung von Teilprozessen oder Sondermaschinen – wurde um die Robotik erweitert. Roth erläuterte, was die in der Firma entwickelten und gebauten Rundtaktautomaten, Langtaktautomaten, Transfersysteme und Verpackungsstrecken leisten können. Was sich bei jedem Automaten und Roboter als Problem stelle, sei sein Interagieren mit Menschen.

Schnell bewegliche Automaten im abgesicherten Schutzraum zu bauen, die sofort stoppen, wenn der Mensch in diesen Raum eindringt, war den Entwicklungsingenieuren nicht genug. Diplomingenieur Stephan Pöhler erläuterte, wie es zur Entwicklung einer Roboterplattform kam, die mit Spezialgreifwerkzeugen bestückt werden kann, und seit einem Jahr als „MR 3.0“ gebaut wird.

Dieser Roboter ist ein fahrender „Kubikmeter“ mit 450 Kilogramm Masse und Rückleuchten wie beim Pkw. Der mit Antriebstechnik und E-Motor vollgestopfte Klotz kann sehen, sich orientieren, auf Hindernisse reagieren und frei beweglich fahren. Die Plattform für 135.000 Euro ist in jeder Produktionshalle einsetzbar 3-D-Kameras registrieren die Gefahr, bremsen und stoppen die Bewegung sofort. An unsichtbaren Induktionsladestationen holt sich der Roboter neue Energie.

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