Ilmenau: Neubau im Wohngebiet „Am Stollen“

Ilmenau  Wohnungsbaugenossenschaft Ilmenau plant Wohnungen, Apotheke, Tagespflege und Begegnungsraum. Sanierung des Hochhauses „Am Stollen“ soll zwei Jahre dauern

So soll der neue „Schortehof“ im Wohngebiet „Am Stollen“ ab Fertigstellung im Jahr 2021 aussehen.

So soll der neue „Schortehof“ im Wohngebiet „Am Stollen“ ab Fertigstellung im Jahr 2021 aussehen.

Foto: Architekturbüro Erfurt und Partner

Ein neues Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Getränkemarktes im Wohngebiet „Am Stollen“ soll in zwei Jahren fertiggestellt sein. Er trägt den Namen „Schortehof“ und soll eine Art Wohngebietszentrum werden. Das sagte Britta Pfau von der Wohnungsbaugenossenschaft Ilmenau (WBG) Dienstagnachmittag am Rande einer Veranstaltung der „Quartiersinitiative Zukunft Ilmenau“ im Saal des Awo-Pflegeheims „Am Hütenholz“.

Neben einem Begegnungsraum soll der Neubau auch eine Physiotherapie, Apotheke, Tagespflege und Wohnungen beherbergen. Die WGB-Mitarbeiterin sprach von insgesamt 25 Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen, die alle barrierefrei gebaut werden sollen. Die Wohnanlage besteht aus zwei viergeschossigen Haupthäusern, die auf einer Tiefgarage stehen. Durch die Stellung der Häuser entsteht ein kleiner begrünter Hof, zugleich Namensgeber für den Neubau, hieß es weiter.

Quartiersinitiative zieht Zwischenbilanz

Weiterhin bemühe sich die WBG, jährlich fünf bis sieben Aufzüge in Wohnblocks einzubauen. Einer koste rund 80.000 Euro. Weitere barrierefreie Wohnungen entstünden am Ilm-Ufer. Derzeit laufe die Sanierung des Stollenblocks 18-23. Dabei werden alle Wohnungen barrierefrei und erhalten ebenerdige Duschen, so Britta Pfau weiter. Eine Tiefgarage und Terrassen entstünden neu.

Neuigkeiten verkündete auch die Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft (IWG). Die begonnene Sanierung des Hochhauses am Stollen soll bis 2020/21 fortgesetzt werden, sagte IWG-Mitarbeiterin Astrid Zimmermann. Was mit dem Eingangsbereich begann, soll mit neuen Lüftungen und Steigleitungen weitergehen. Dabei würden alle Bäder mit ebenerdigen Duschen ausgestattet, was gerade für ältere Bewohner, die im Hochhaus in der Mehrheit seien, von Vorteil sein kann.

Im Vorfeld der Baumaßnahme hatten wir eine Mieterversammlung“, so Astrid Zimmermann. Die IWG habe damit auf Kritik der Quartiersinitiative reagiert, dass seitens der Wohnungsgesellschaften nur schlecht informiert werde.

Im Wohngebiet sollen Rollatorenboxen aufgestellt werden, den Wunsch äußerten Senioren auch gegenüber der Initiative. „Wir verzeichnen schon eine starke Nachfrage“, so Zimmermann. 15 Mieter hätten bereits Bedarf angemeldet. Immer wieder gebe es Nachfragen zum seniorengerechten Umbau von Bädern. Dem stünde die IWG offen gegenüber, wenn die Kostenübernahme geklärt sei.

Dies könne der Mieter selbst übernehmen oder einen Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Auf rund 8000 Euro wurden die Kosten dafür beziffert. Beide Wohnungsgesellschaften haben „Am Stollen“ neue Bänke aufgestellt, ebenfalls ein Wunsch, den die Quartiersinitiative weitergab.

Die Mitglieder der Initiative zogen Dienstag Zwischenbilanz, was in neun Monaten erreicht wurde. Das älteste Ilmenauer Plattenbaugebiet soll sich nach den Wünschen der Bewohner verändern. Mehr Bänke, einen Grillplatz und eine gastronomische Einrichtung waren nur einige der Wünsche, die Ende Februar für das Wohngebiet „Am Stollen“ geäußert wurden.

Rund 60 Interessierte, meist Senioren, kamen damals zum Bürgerforum (unsere Zeitung berichtete). Ein Drittel war es am Dienstag. Wie die Initiatoren weiter sagten, sollen künftig auch zwei neue Fußgängerüberwege entstehen und eine Ampelanlage gebaut werden.

Im nächsten Jahr soll es eine Veranstaltung rund um das Thema Pflege geben. Die Quartiersinitiative möchte auch auf der „Pörlitzer Höhe“ aktiv werden.

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