Ilmkristall-Wiese ist Favorit von Gehrener Eltern für Kita-Neubau

Gehren  Petition mit 625 Unterschriften an Ortsteilbürgermeisterin überreicht. Anfrage im Thüringer Bildungsministerium zu Förderung ist gestellt.

Das Gelände der ehemaligen Ilmkristall-Fabrik gilt unter Eltern als Favorit für einen neuen Kindergarten in Gehren.

Das Gelände der ehemaligen Ilmkristall-Fabrik gilt unter Eltern als Favorit für einen neuen Kindergarten in Gehren.

Foto: Arne Martius

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Gehrener Eltern wollen nichts unversucht lassen, um die Standortentscheidung für einen neuen Kindergarten zugunsten des mehrheitlich von ihnen favorisierten Ilmkristall-Geländes zu verschieben. Am Dienstagabend überreichten sie Ortsteilbürgermeisterin Sabine Krannich (Die Linke) eine Petition mit 625 Unterschriften.

Zugleich wurde durch das Ortsteilratsmitglied Peter Hille (Freie Bürgergemeinschaft) ein Brief an Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke) geschrieben, in dem um ein Überdenken der Förderrichtlinien gebeten wird. Denn während der von der Ilmenauer Stadtverwaltung bevorzugte Standort am ehemaligen Marstall durch finanzielle Hilfen aus der Städtebauförderung unterstützt werden könnte, stehen für die Wiese des ehemaligen Ilmkristall-Kombinats bislang keine Zuwendungen in Aussicht. Bei Kosten in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro ist die Stadt aber eigenen Angaben zufolge auf eine Förderung angewiesen.

Minister Holter habe den Gehrenern zugesichert, sie mit dem für Kindergartenfinanzierungen zuständigen Referat zusammenzubringen. Das aber kam im Ilmenauer Rathaus offenbar nicht ganz so gut an. „Man hat sich etwas auf den Schlips getreten gefühlt“, sagte Sabine Krannich. Allerdings sei es nun einmal auch die Pflicht des Ortsteilrats, im Sinne der Bürger nichts unversucht zu lassen. Sie verstehe, dass der Haushalt von Ilmenau „ganz eng gestrickt“ sei. „Aber erpressen lassen wir uns nicht. Wir sind für alles offen und wollen eine vernünftige Lösung haben“, fügte sie hinzu.

Währenddessen haben sich bei der Ortsteilratssitzung am Donnerstag Eltern bei dem Gremium dafür bedankt, dass sie mit ihrem Anliegen gehört wurden. Auch auf die Bedenken, was einen Standort am ehemaligen Marstall anbetrifft, habe die Stadtverwaltung inzwischen mit einer Antwort reagiert.

Demnach sollen alle Hinweise zum Lärm und zum Zustand des Bodens geprüft werden, hieß es. Einen Termin im Rathaus gibt es Anfang Dezember.

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