In und rund um Arnstadt wird dieses Jahr viel gebuddelt

Arnstadt.  Der Wasser- und Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung investiert dieses Jahr viele Millionen Euro in das Abwasser- und Trinkwassernetz.

Peter Fidelak, technischer Werkleiter beim Wasser- Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung, ist für alle Baumaßnahmen verantwortlich.

Peter Fidelak, technischer Werkleiter beim Wasser- Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung, ist für alle Baumaßnahmen verantwortlich.

Foto: Robert Schmidt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Vorgabe vom Land ist eindeutig: Bis zum Jahr 2030 sollen 90 Prozent aller Einleiter an ein Abwassernetz mit zentraler Klärung angeschlossen sein. Ein ganz schöner Brocken für die Zweckverbände, auch für den Wasser- und Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung (WAZV). „Geht alles nach Plan, dann erreichen wir 2030 einen Anschlussgrad von 90,3 oder 90,4 Prozent, sagt Peter Fidelak, der technische Werkleiter beim WAZV.

Alleine in diesem Jahr investiert man deshalb im Abwasserbereich rund 6,5 Millionen und gleichzeitig in das Trinkwassernetz noch einmal rund 3 Millionen Euro. Und das im Abwasserbereich mit einer Förderung von „teilweise nur 25 Prozent“, so Fidelak. Seiner Meinung nach müsste sich das Land, „wenn es denn schon solch eine sportliche Vorgabe macht, auch finanziell hier mehr einbringen“.

Elxleben

Auch im gerade begonnen Jahr wird im Einzugsgebiet des WAZV wieder kräftig gebuddelt. In Elxleben ist der Bereich westlich der Wipfra dran, los geht es Vor den Heimbären und in der Arnstädter Hohle. Für die Große und Kleine Mühlgasse, die Mittelgasse und Am Kropfberg gibt es einen Fördermittelbescheid. Auch hier beginnen die Arbeiten dieses Jahr, man bereitet gerade die Ausschreibungen für diesen Bereich vor. Baubeginn könnte Mai oder Anfang Juni sein. Ende 2021 soll dann in Elxleben alles fertig sein.

Elleben

Zwischen Elxleben und Elleben sind der Kanal und die Trinkwasserleitung fertig, dort wird gerade in der Sackgasse gearbeitet. Danach kommt die Mühlgasse an die Reihe, mit der Langgasse ist dort Ende des Jahres alles fertig. Bis 2021 soll dann der östliche Teil mit Hofgasse, An der Dorfstraße, An der Schwemme, Dorfanger und Auf dem Stufenberg ebenfalls wasser- und abwasserseitig durch sein. „Dann können wir auch hier einen Haken dran machen“, so Fidelak.

Großliebringen

In Großliebringen sind die Arbeiten fast durch, hier erfolgt Ende Januar die Abnahme. Dort fehlt dann nur noch der Bereich Am Anger.

Wüllersleben

Weiter geht es in diesem Jahr in Wüllersleben. Sobald es die Witterung zulässt wird die Stadtilmer Straße von der Kirche bis zum Ortsausgang in Richtung Stadtilm wieder für den Verkehr voll gesperrt, dort wird dann der Schmutzwasserkanal verlegt. Die Gemeinde erneuert die Gehwege auf beiden Seiten. Beginn der Bauarbeiten in Wüllersleben könnte im April sein. Außerdem muss der Lückenschluss an die Kläranlage in Bösleben vorbereitet werden und die muss laut Fidelak dann auch durch die Einleitungen aus Wüllersleben erweitert werden.

Arnstadt

Großes Thema für den WAZV bleibt dieses Jahr auch die Umsetzung des Mischwasserkonzeptes in Arnstadt, durch das die Wasserhärte reduziert werden soll. Im Berggartenweg ist der Mischwasserkanal bis auf ein kleines Stück zur Hohe Bleiche fertig. Ist das erledigt, wird die Trinkwasserleitung in entgegengesetzter Richtung verlegt. Danach erfolgt der Straßenbau.

Holzhausen

In Holzhausen soll der letzte Bereich am Eischfeld sowohl abwasser- als auch wasserseitig erneuert werden. Damit wäre man dann auch dort mit den Baumaßnahmen fertig.

Stadtilm

Als einen „riesigen Brocken“ bezeichnet Fidelak auch den Ausbau des Abwassernetzes im Zuge des grundhaften Straßenausbaus in Stadtilm. Das betrifft dieses und auch nächstes Jahr den Kreuzungsbereich in der Lindenstraße, die Teichgartenstraße, die Karl-Liebknecht-Straße und die Obere Marktstraße.

Wann genau all diese Arbeiten beginnen, hängt natürlich zum einen davon ab, ob es doch noch einen richtigen Wintereinbruch gibt, zum anderen aber auch davon, ob die Baufirmen, deren Zulieferer oder auch die Steinbrüche auf einen eventuell früheren Baubeginn vorbereitet sind.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.