Kinder bearbeiteten Holz und stellten Duftwasser her

Ilmenau (Ilmkreis). "Kicki und der Steinbeißer" heißt ein neues Waldabenteuer am Museum Jagdhaus Gabelbach bei Ilmenau.

Bei Kickis Waldabenteuern am Gabelbach in Ilmenau mussten die Kinder ein Rätsel lösen, das mit Steinen, Blättern  und Ästen gelegt war. Foto: Anna Grund

Foto: zgt

Nicht im Flüsschen Gabelbach sondern am Museum Jagdhaus Gabelbach konnten 30 Kinder und deren Eltern sowie Großeltern am Samstag einen "Steinbeißer" sehen. Dabei ging es nicht um den gleichnamigen Fisch, sondern um einen Steinmetz. Denn das Thema der monatlichen Veranstaltung hieß "Kicki und der Steinbeißer". Kicki, den kleinen Auerhahn, kannten einige der Waldabenteurer. Doch dass sie diesmal einem Steinmetz bei seinem Handwerk über die Schulter schauen durften, hätten sie nicht gedacht.

Nachdem mit Stöcken, Blumen, Blättern und Steinen ein Waldbild auf den Boden gelegt wurde, sollte ein Rätsel gelöst werden. Dabei ging es um den Namen der gefundenen Steine vom Gabelbach, den die Kinder im Museum suchten und fanden - den Porphyr. Dieser Begriff steht für eine Gruppe der Vulkangesteine und ist bei Geologen etwas veraltet.

Der Ilmenauer Steinmetz Sylvio Rose ließ die Kinder dann eine ganze Sammlung an Gesteinen bestaunen. Sein Kollege zeigte den Kindern, wie mit einer Art Hammer, dem Knüpfel, und mit dem Spitzeisen ein Stein bearbeitet wird. Nebenbei durften sie auch Fragen stellen.

Ronja wollte wissen: "Wie wurde der riesige Stein hierher gebracht?" und bei der Antwort auf diese Frage ließ Sylvio Rose die Kinder schätzen wie schwer der Stein ist, nämlich 1,3 Tonnen. Dieser große Block aus Rhyolith ist mit seinen Mulden der neue Riechstein im Museumsgarten am Gabelbach.

Dann durften auch die Kinder ihr Können zeigen und bearbeiteten mit den angehenden Waldpädagogen Florian und Felix frisch geschlagenes Holz zu kleinen Stößeln. Mit diesen konnten gemeinsam mit den anderen drei anwesenden Betreuern von Kickis Waldabenteuer, Geraldine, Paul und Anna, die gesammelten Pflanzenteile in den Mulden des neuen Riechsteins zerrieben werden. Ein Aufguss mit heißem Wasser löste die ätherischen Öle aus den Nadeln, so dass jedes Kind ein kleines Fläschchen mit dem selbstproduzierten Duftwasser mit nach Hause nehmen durfte.

Die nächste Kicki-Veranstaltung ist nach der Prüfungszeit der Forststudenten der Fachhochschule Erfurt am 9. August zum Thema "Kickis Waldquiz". Eine Anmeldung und weitere Informationen sind auf dem Blog www.waldabenteuer.wordpress.com zu finden.

  • Anna Grund leitet das Projekt Kikis Waldabenteuer der Fachschule Erfurt

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