Meister staunt über Ergebnisse der Schüler

Böhlen  Unter Regie von Otto Sander Tischbein fertigt der Kurs im Rahmen der Sommerakademie Böhlen Druckblätter.

Otto Sander Tischbein (links) eröffnet die Vernissage in der Druckwerkstatt der Böhlener Sommer-Akademie.

Otto Sander Tischbein (links) eröffnet die Vernissage in der Druckwerkstatt der Böhlener Sommer-Akademie.

Foto: Karl-Heinz Veit

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„Schwarz-Weiß-Bunt“ – so lautete das einwöchige Kursprogramm, das Malerin Birgit Bellmann und Otto Sander Tischbein mit mehr als einem Dutzend Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland gestalteten. Fürs vorrangig Bunte, einschließlich filigraner Bleistiftzeichnungen, die eine nostalgische Stehlampe aus dem Mobiliar der „Kunst- und Kultur- Fabrik“ abbilden, war Birgit Bellmann zuständig.

Als anerkannter Meister der „Schwarzen Kunst“ wirkte in bewährter Weise Otto Sander Tischbein (OST) mit seinen fünf Elevinnen – Tanja Vietzke, Hana Schön, Barbara Gottwald, Barbara Hoeft und Alexandra Andreasova. „OST“, Urgestein der Akademie und nahezu ohne Unterbrechung von Anbeginn als beliebter Kursleiter dabei, fertigte auch diesmal zwei Druckblätter. „Ich mache das jedes Mal, um zu zeigen, wie man mit der Kaltnadel arbeitet, die Platte ätzt und für den Druck präpariert. Dann mit der Tiefdruckpresse zu drucken, mich über das Ergebnis zu freuen und auch zu staunen, unterscheidet mich nicht von meinen Künstlerkolleginnen, die ich für ihr Arbeiten und die Ergebnisse nur loben kann“, sagte Otto Sander Tischbein im Gespräch.

Seine Dankesrede war diesmal so kurz, dass diese auf einem Blättchen Papier in Doppelbriefmarkengröße Platz fand und mit verschmitztem Lächeln abgelesen wurde. Auf seine sonst übliche und von Jahr zu Jahr wechselnde Kostümierung hatte „OST“ diesmal verzichtet. Er erschien im feinen Anzug mit Fliege. So gab er rein optisch ein Spiegelbild ab zu den seriösen, auf Tischen ausgebreiteten Grafikblättern.

Beim Schauen auf die Motive und die Druckqualität der Blätter waren mit Laienblick keine Unterschiede zur Arbeit des Meisters festzustellen. Und genau das spricht für die Qualität von Lehre, Anleitung und Motivation des Meisters für seine Schülerinnen auf Zeit.

Dem Charme von „OST“, der von Optimismus, Humor gespeist wird und jederzeit geistreich ist, konnten sich die Kunst produzierenden Damen genauso wenig entziehen, wie das interessiert nachfragende Publikum am Freitagabend bei der Vernissage.

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