Millionen-Investitionen in Stadtilmer Bauprojekte und in die Feuerwehr

Stadtilm  Der Bürgermeister Lars Petermann gibt einen Überblick über die Maßnahmen im vergangenen Jahr.

Altes Haus im neuen Glanz: Im Dezember des vergangenen Jahres fielen die Baugerüste am Stadtilmer Rathaus. Das Bild ist ein Archiv-Bild.

Altes Haus im neuen Glanz: Im Dezember des vergangenen Jahres fielen die Baugerüste am Stadtilmer Rathaus. Das Bild ist ein Archiv-Bild.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen spürt auch die Stadt Stadtilm. Nichtsdestotrotz investiert die Stadt im vergangenen Jahr Millionen für Bauprojekte und die Feuerwehr. „Gerne hätten wir die umfangreichen Anschaffungen für die Wehr in einem offiziellen und feierlichen Rahmen übergeben“, sagt Bürgermeister Lars Petermann (FW). Allerdings ließen das die Corona-Maßnahmen nicht zu.

Die Wehren der Stadt sind in den vergangenen zwei Jahren gut ausgerüstet worden. Über 90.000 Euro sind bereits 2019 für Brandschutzkleidung, Helme und Stiefel investiert worden. Hinzu kommen vier Pressluftatmer, zehn Funkmeldeempfänger und Rollcontainer. Außerdem ist ein Feuerwehrfahrzeug aufwendig umgebaut worden.

Neues Feuerwehrgerätehaus in Griesheim

Die wohl zweifelsfrei größte Investition 2020 und einem die dem Stadtchef am Herzen liegt: der Neubau des Gerätehauses in Griesheim für 1,1 Millionen Euro. Der entsprechende Bauantrag ist auch genehmigt. Die Fläche befindet sich am Ortsausgang in Richtung Stadtilm im kleinen Gewerbegebiet von Griesheim. Im Erdgeschoss auf 340 Quadratmetern sind ein geräumiger Umkleideraum, Sanitäranlagen für Männer und Frauen, der Trocknungsraum und der Eingangsbereich. Im Obergeschoss auf 136 Quadratmeter gibt es einen Schulungsraum, einen Raum für Lagebesprechungen, Toiletten, Küche sowie einen Multifunktionsraum für die Wehrleitung oder als Ruheraum geplant. Das ist der Entwurf für das neue Feuerwehrgerätehaus in Griesheim vom Büro Plankult Architektur aus Stadtilm. Der Architekt ist Patrick Ulbrich.

Und auch im vergangenen Jahr steht die Beschaffung von Helmen, Brandschutzkleidung, Handschuhen, Funktionswesten für die Kameraden vor Ort auf der Agenda. Hinzu kommen Funkmeldeempfänger und ein neues Fahrzeug. Finanziell berücksichtigt werden auch Aufwandsentschädigungen, Beitrag für Feuerwehrrente, Allgemeine Ersatzbeschaffung, Wartungs- und Prüfkosten für Geräte und Ausstattung sowie die Fahrzeugunterhaltung.

Auch baulich hat sich im vergangenen Jahr in der Stadt Stadtilm samt Ortsteilen einiges getan. Da ist das Großprojekt für die Kleinsten zu nennen: der Neubau des Landkindergartens in Großliebringen, der mit 1,75 Millionen Euro zu Buche schlägt. Zudem ist in Großliebringen die dreijährige Gemeinschaftsbaumaßnahme mit dem WAZV und in Kleinliebringen sind Feuerwehrzufahrt samt Löschteich fertiggestellt worden. Auch die Ortsteile Dienstedt-Hettstedt, Singer Berg und Willingen sind mit kleineren Maßnahmen berücksichtigt.

Südfassade des Stadtilmer Rathauses fertiggestellt

In der Stadt selbst sticht natürlich das Rathaus hervor, denn 2020 ist die Südfassade fertig gestellt und damit der dritte Bauabschnitt der umfassenden Sanierung abgeschlossen. Das Ergebnis wird erst richtig und eindrücklich sichtbar, als im Dezember die Hüllen des Gerüstes fielen. Für die Sanierung sind 1,6 Millionen Euro geflossen mit einer Förderung von 60 Prozent.

Weitere Maßnahmen 2020 sind unter anderem: Fertigstellung Neubau Kleinkindbecken, Umbau von Wirtschaftsräumen in Kita Regenbogen und Villa Sonnenschein, Fertigstellung der energetischen Sanierung des Jugend- und Vereinshauses, Beginn der Gemeinschaftsbaumaßnahme mit dem WAZV Teichgarten/ Karl-Liebknecht-Straße und die Fertigstellung der Vorplanung für ein Gesamtkonzept zur Modernisierung des Stadtilmer Freibades.

Trotz der Corona-Pandemie 2020 können Verwaltung und Bürgermeister viele Projekte angehen und teilweise abschließen, entsprechend zufrieden ist Lars Petermann.