Modellbahnen aus Stadtilm sind begehrte Sammlerstücke

Stadtilm (Ilmkreis). Sammlerbörse und Fachforum im Bärsaal zog Händler und Sammler aus ganz Deutschland an.

Michael Voigt (links) aus Pulsnitz (Sachsen) zeigt Sascha Pfeifer(rechts) aus Berlin und Elmar Rothe aus Erfurt bei der Sammlerbörse eine alte Modell-Lok, die in der Metallwarenfabrik Karl Liebmann heregstellt wurde. Foto: Marco Schmidt

Michael Voigt (links) aus Pulsnitz (Sachsen) zeigt Sascha Pfeifer(rechts) aus Berlin und Elmar Rothe aus Erfurt bei der Sammlerbörse eine alte Modell-Lok, die in der Metallwarenfabrik Karl Liebmann heregstellt wurde. Foto: Marco Schmidt

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Die Modellbahnen aus der ehemaligen Metallwarenfabrik Karl Liebmann in Stadtilm sind bei Sammlern sehr begehrt. Von 1948 bis 1964 wurden sie in der Stadt an der Ilm hergestellt. Fans hat das Spielzeug aus Stadtilmer Produktion jedoch bis heute.

Das zeigte sich, als der Freundeskreis Stadtilmer Spielzeugbahnen am Samstag seine fünfte Sammlerbörse im Stadtilmer Bärsaal durchführte. Zwölf Händler und mehr als hundert Besucher aus ganz Deutschland trafen sich, um ihre eigenen Sammlungen aufzubessern.

"Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden", sagte der Vereinsvorsitzender Oliver Cämmerer. Bereits am Freitag trafen sich die Sammler im DDR-Spielzeugmuseum in Ilmenau, wo es eine Führung durch die Sammlung gab. Am Samstag kamen jedoch nicht nur die Sammler, sondern auch Vertreter überregionaler Fachzeitschriften, um über die Spielzeugherstellung im Ort zu berichten. "Das zeigt, dass die Szene lebt", fühlt sich Oliver Cämmerer in der Arbeit des Vereins bestätigt.

Spielzeugbautradition lebt in Stadtilm weiter

2008 hat sich der "Freundeskreis Stadtilmer Spielzeugbahnen e.V." gegründet, um die Geschichte der Stadtilmer Spielzeugeisenbahn zu bewahren und weiter zu erforschen. Mittlerweile hat der Verein 40 Mitglieder. Auch am Samstag konnten weitere Vereinsmitglieder gewonnen werden, freute sich der Vorsitzende. "Es ist ziemlich einmalig in Deutschland, dass sich so einen Verein am Ort der ehemaligen Produktion befindet", nennt Cämmerer die Besonderheit der Stadtilmer.

50 Jahre nach Einstellung der Produktion ist das Interesse an den alten Modellen groß. Das lässt die Modellbahnen auch immer weiter im Wert steigen. "Es sind begehrte Sammelobjekte. Wer noch Stücke aus der Stadtilmer Produktion besitzt, ist also gut beraten, sie auch zu pflegen", betont Oliver Cämmerer. So fand man bei der Börse am Samstag nicht nur fertige Modelle, sondern die Händler boten auch ein großes Repertoire an Ersatzteilen an.

Der Verein hatte im Rahmen der Börse auch das 1. Stadtilmer Sammlerforum organisiert. In Fachvorträgen wurde über Handelswege von Spielzeugen in der ehemaligen DDR berichtet, als auch über die Geschichte der Liebmann-Bahnen und wie man diese erhalten kann. Und wenn so viele Experten aufeinandertreffen, wird natürlich auch gefachsimpelt.

Trotz all dieser Aktivitäten hat der Verein noch neue Ideen für die nähere und fernere Zukunft. "Eines unserer Ziele ist es, mal eine Ausstellung im Gebäude der ehemaligen Produktion zu machen", erklärt der Vereinsvorsitzende.

Die große Modellanlage aus den Stadtilmer Originalen, welche auch am Samstag im Bärsaal zu sehen war, ist bisher in den Vereinsräumen untergebracht.

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