Mühlstraße in Langewiesen soll 2020 gebaut werden

Langewiesen  Ortsteilrat gibt seinen Bedarfsplan an die Stadt Ilmenau weiter. Bürgermeister will alten Sportplatz erhalten

Am Radweg gegenüber der Kulturfabrik in Langewiesen  ist eine künstlerisch gestaltete Bank kaputt.

Am Radweg gegenüber der Kulturfabrik in Langewiesen  ist eine künstlerisch gestaltete Bank kaputt.

Foto: André Heß

Nach einer Stunde Sitzung am Montagabend stellte Ortsteilbürgermeisterin Ines Wagner (SPD) fest: „Kommen wir jetzt zum Hauptpunkt der Sondersitzung.“ Zuvor hatte sie einem privaten Unternehmen reichlich Zeit eingeräumt, für seine Zwecke und damit Kundschaft zu werben.

Es handelte sich um die Breitbandversorgung Thüringen (BBV), die derzeit in Ilmenau und seinen Ortsteilen auf Stimmenfang geht, um in den Kommunen eine flächendeckende Versorgung mit Glasfasernetz anzubieten. Das würde den Kunden schnelleres Internet als bisher bringen. In Ilmenau werde man mit dem Ausbau noch im August im Wohngebiet Am Stollen beginnen, nachdem die Vorvermarktung abgeschlossen ist.

Langewiesen sei gar nicht so schlecht versorgt, gab Regionalleiter Gisbert Spindler zu, wenn hier die BBV Glasfasernetz verlege, dann nur, wenn sie 1000 Verträge abschließen kann, sagte er. Über diese Zahl zeigten sich die Ortsteilräte erstaunt. Für die Kommune würden keine Kosten entstehen. Es soll demnächst noch eine Informations-Veranstaltung geben, dann würde die Firma ihre Mitarbeiter von Haustür zu Haustür schicken, da sich keiner in ihrem Büro in Ilmenau blicken lasse.

Die Ortsteilbürgermeisterin informierte über die Schäden an der Bank am Radweg gegenüber der Kulturfabrik. Diese Bank habe eine Künstlerin gestaltet, gestiftet wurde sie von der Arenz-Stiftung der Kulturfabrik an Langewiesen. Sie sei schon einmal repariert worden.

Im Hauptpunkt Haushalt informierte Wagner über die Bedarfsplanung von Langewiesen für den Haushaltsentwurf 2020 der Stadt Ilmenau. Sie werde dabei die alte Übersicht 1:1 übernehmen. Insgesamt sei dort ein Kapitalbedarf von 8,2 Millionen Euro aufgelistet, wobei drei Millionen Euro für den vierten Abschnitt des Sport- und Kulturzentrums vorgesehen seien, das die Stadt bereits verschoben habe, weil es neu beplant werden müsse. Wagner beharrte darauf, dass unbedingt die Mühlstraße mit Straßenbau in den Haushalt kommt, auch wolle sie Geld von der Stadt für das Sommerfest im nächsten Jahr.

Ein Ortsteilrat plädierte für Gelder für eine Machbarkeitsstudie, die den alten Sportplatz betrifft. Es sollte geprüft werden, ob dort eine Wohnbebauung bis zum Am Knieberg möglich wäre. Dem widersprachen Ortsteilbürgermeisterin und Ortsteilrat Horst Brandt. Beide waren für eine Sanierung, um den Platz weiter für den Freizeitsport anzubieten. Diskussion gab es auch um eine vorgeschlagene Sanierung der Bundeskegelbahn. Dort würden neben einer privaten Nutzung auch noch 38 Kegler im Sportverein trainieren. So eine Instandhaltung sei aber nicht von heute auf morgen umzusetzen, hieß es. Es bedürfe dazu genauer Untersuchungen und Planungen. Das geschieht allerdings bereits für die Umgestaltung des Heinse-Parks. Hinter dem Denkmal, so die Pläne der Stadt Ilmenau wie des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Ilmenau, soll ein Regenüberlaufbecken gebaut werden. Damit man es aber nicht vordergründig wahrnimmt, plant die Stadt rundherum ein Spielgerät.

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