Namen und Heilwirkung von 20 Kräutern bestimmen

Großbreitenbach  Auf dem Kram- und Kräutermarkt in Großbreitenbach war es unterhaltsam und wissenswert

Beim Kram- und Kräutermarkt in Großbreitenbach wurden aus ihrem einjährigen Amt die Hoheiten Claudia Werner und Sandra Widou mit Töchterchen Mia  (von links) verabschiedet. Im Hintergrund ist Bürgermeister Peter Grimm (SPD) zu sehen.

Beim Kram- und Kräutermarkt in Großbreitenbach wurden aus ihrem einjährigen Amt die Hoheiten Claudia Werner und Sandra Widou mit Töchterchen Mia  (von links) verabschiedet. Im Hintergrund ist Bürgermeister Peter Grimm (SPD) zu sehen.

Foto: Karl- Heinz Veit

Der 30. „Bräetmicher Kram- und Kräutermarkt“ wurde bei herrlichem Sonntagssonnenwetter seinem Ruf eines komplexen Events von Marktgeschehen, Kulturangebot, Traditionspflege und Heimatverbundenheit voll und ganz gerecht. Die Krönung der Olitätenmajestäten 2019 – sie erfolgte nach einer Kenntnis- und Fähigkeitsprüfung – war der Höhepunkt des Marktes mit Volksfestcharakter.

Dicht an dicht drängten sich die Besucher

Dicht an dicht drängten sich die Marktstände auf der Straße und auf dem „alten Festplatz“ und noch dichter die flanierenden Besucher. Sehen und gesehen werden, einkaufen, essen und trinken und alles mitverfolgen, was auf der Bühne an Kultur als kurzweilige Unterhaltung geboten wird, funktionierte als Marktkonzept. Lob für die gute Marktorganisation gab es von den Markthändlern und von vielen Gästen.

Die Angebote an Pflanzen, Kräutern, Trödel und manch brauchbaren und schönen Sachen waren gut ausgesucht, wurden freundlich angepriesen und gern gekauft. Speis & Trank boten meistens die örtlichen Vereine an. Ehrengäste aus der Politik fehlten nicht. Für Bürgermeister Peter Grimm (SPD) war dieser Bräetmicher Kram- und Kräutermarkt eine Premiere im neuen Amt der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach. Hände schütteln, „Danke“ sagen, Majestäten die Krone aufsetzen und sich sogar vom Bauchredner Perry Paul zum Schauspieler machen lassen, das alles gelang ihm problemlos. So stand er der moderierenden, stilgerecht gewandeten Landrätin Petra Enders (Linke) nicht nach. Sie brillierte in ihrem ehrenamtlichen Moderatorinnen-Nebenberuf.

Auf den Bierbänken im Schatten spendenden großen Zelt und vor der Bühne war kein Sitzplatz mehr zu haben. Wer einmal saß, stand nicht auf, denn das Bühnenprogramm fesselte das Publikum mit Musik und Wortbeiträgen.

Prüfungsaufregung zeigten nur die vier Bewerberinnen um die Krone der 28. Olitätenmajestät, zu denen kurz vor Ultimo noch Sven Kohnsberg hinzustieß. Gegen die Expertinnen hatte er kaum Chancen, aber mächtig Spaß, den er später auf der Bühne ein wenig übermütig zur Schau stellte. Der Wissenswettbewerb der Anwärterinnen im Kampf um die Krone war spaßbefreit. 20 Kräuter mussten mit Namen und den ihnen zugeschriebenen Heilwirkungen bestimmt werden. Die Jury-Mitglieder Siegward Franke, Heiderose Friebel und Andrea Limp hatten diese heimischen Kräuter frisch gepflückt. Sie wachten streng über das Wettbewerbsgeschehen und leisteten schweißtreibende Auswertungsarbeit.

„Das Rennen war sehr eng. Simone Franz-Lange bekommt die Krone der Olitätenmajestät von Bürgermeister Peter Grimm überreicht“, sagte Jury-Vorsitzender Siegward Franke unter dem Beifall des Publikums. Kathrin Schiefelbein erhielt die Krone der Ehrenolitätenmajestät. Die Wildecker Herzbuben indes warteten stressfrei auf ihren Auftritt zum Marktabschluss hinter der Bühne. Wolfgang Schwalm und Wilfried Gliem wurden mit „Herzilein“ als Gesangsduo bekannt und berühmt im Genre des volkstümlichen Schlagers.

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