Neues Dach schützt Rodas Kirche vor weiteren Schäden

Roda.  Gemeinde will in den nächsten Jahren allerdings noch viele weitere Sanierungsmaßnahmen umsetzen

Erst vor wenigen Tagen wurde die Dachsanierung der Rodaer Kirche abgeschlossen, auch der Zaun wurde erneuert. Geld dafür gab es von der Jagdgenossenschaft und vom Kirchenkreis.

Erst vor wenigen Tagen wurde die Dachsanierung der Rodaer Kirche abgeschlossen, auch der Zaun wurde erneuert. Geld dafür gab es von der Jagdgenossenschaft und vom Kirchenkreis.

Foto: Britt Mandler

Ein Blickfang ist die kleine Dorfkirche von Roda. Wer von Niederwillingen aus in den Ort schaut, sieht sofort, dass erst kürzlich Handwerker am Gotteshaus beschäftigt waren. Ein neuer Holzzaun ist installiert, das Dach ist frisch gedeckt.

„Das war auch bitter nötig“, freut sich die Kirchenälteste Marie-Luise Hofmann, dass es nun wieder ein großes Stück voranging. Denn sowohl die fehlende Dachrinne als auch defekte Schindeln sorgten dafür, dass immer wieder Feuchtigkeit in die Kirche eindrang.

Leicht ist es nie, genug Geld für Sanierungsarbeiten zusammenzubekommen, erinnert Hofmann. Denn die Kirchengemeinde ist winzig, hat nur sieben Mitglieder. „Zum Glück unterstützen uns die Rodaer, wann immer Hilfe nötig ist“, sagt die Kirchenälteste. Doch bei gerade mal 48 Einwohnern reicht auch das oft nicht aus. „Daher sind wir froh, dass uns die Jagdgenossenschaft immer in Größenordnungen unterstützt“, sagt sie. Auch der Kirchenkreis gab Geld.

Perspektivisch muss aber noch deutlich mehr in Angriff genommen werden. Marie-Luise Hofmann ließ es sich daher nicht nehmen, Bürgermeister Frank Spilling (pl) anzusprechen, als dieser vor wenigen Wochen zum Ortsbesuch kam. Eine Kirche, sagen Gemeindemitglieder wie Marie-Luise Hofmann oder Gerhard Greßler, sei untrennbar mit dem Ort verbunden, sei Begegnungsstätte auch über religiöse Dinge hinaus.

Die politische Gemeinde trägt dem schon lange Rechnung, finanziert zum Beispiel Betrieb und Erhalt der Kirchenuhr. „Nur müsste jetzt auch dringend die Elektrik gemacht werden“, sagt Hofmann. Sie und die anderen Ehrenamtler sind extrem aktiv, fragen quasi Hinz und Kunz, ob sie das Vorhaben unterstützen würden.

Allerdings sind dem auch Grenzen gesetzt, denn mitunter bleiben Spenden aus, weil die Kirchengemeinde kein Verein ist. „Wir überlegen daher, ob es nicht Sinn macht, einen Verein zu gründen, um Fördertöpfe zu erschließen, die sonst verschlossen bleiben“, sagt Gerhard Greßler.

Genug zu tun gibt es jedenfalls: Im Kircheninneren ist der Putz, der nach der Wende aufgebracht wurde, großflächig gerissen. Fachleute haben bereits einen Vorschlag erarbeitet, wie das zu reparieren ist. Der Fußboden ist holprig, die Holzfenstern müssten erneuter werden. „Und auch die Orgel geht nicht mehr“, sagt Marie-Luise Hofmann. Dass sie es noch schaffen, das Instrument wieder zu hören, glaubt sie zwar nicht. „Aber die anderen Vorhaben, die wollen wir noch umsetzen“, sagt sie lachend.

Beim Bürgermeister stieß sie auf jeden Fall auf offene Ohren. Er möchte mit den Kirchenältesten aus Roda ins Gespräch kommen. „Wir finden einen Weg, um Ihnen zu helfen“, stellte er spontan in Aussicht.