Piepshow vor dem Fenster

Antje Köhler über gefiederte Freunde

Antje Köhler

Antje Köhler

Foto: Hans-Peter Stadermann

Bereits seit einigen Tagen hüpften ein paar Blaumeisen durch den inzwischen entlaubten Perückenstrauch, an dem in unserem kleinen Garten im Winter immer der Futterspender hängt. Höchste Zeit, mal etwas rauszuhängen, schienen uns die Piepmätze sagen zu wollen. Keine Ahnung, ob Vögel ein so gutes Gedächtnis besitzen und sich die Örtlichkeit ein halbes Jahr lang merken können.

Weil es nun doch langsam winterlich wird, haben wir nach einer gründlichen Reinigung unseren Futterspender – eine Plastehülse mit Sitzstangen und Dach – mit Sonnenblumenkernen befüllt. Im Gegensatz zum Vorjahr dauerte es diesmal keine halbe Stunde, und die gefiederten Freunde machten sich über die Leckereien her. Wir hatten die Piepshow vor dem Fenster und verbrachten geraume Zeit mit Zugucken.

Die Meisen picken sich stets nur ein Körnchen und fliegen damit auf den nächsten Ast, wo sie es in Ruhe verspeisen. Grünfinken schlagen sich gleich den Bauch voll. Bei den Spatzen schaffen es nur wenige auf die Sitzstange. Die meisten hocken drunter und hoffen, dass etwas runter fällt. Was natürlich passiert, dann streiten sie sich lautstark um die besten Bissen.

So bekommen alle etwas ab. An einem Tag wird auf diese Weise ein ganzer Futterspender leer. Zum Glück steht schon ein großer Sack an Nachschub in unserem Keller.

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