Schwieriges Jahr für Pilzsammler - erste Vergiftungen

Ilmenau  In großen Teilen Thüringens ist die Pilzsaison in diesem Jahr wegen der Trockenheit so gut wie ausgefallen. Unterdessen werden die ersten Vergiftungen gemeldet

Noch nass vom Regen glänzen die Hüte dieser Maronen in einem Wald.

Noch nass vom Regen glänzen die Hüte dieser Maronen in einem Wald.

Foto: Ulrich Perrey / dpa

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Nach dem Regen in den vergangenen Wochen zeigten sich jetzt aber einige Speisepilze, sagten Pilzsachverständige auf Anfrage. Die Vorkommen seien jedoch regional sehr unterschiedlich. „Lokal gibt es einige Speisepilze. Aber die übliche Artenvielfalt fehlt“, sagte Felix Hampe, einer von fünf Pilzsachverständigen im Ilm-Kreis. Er sprach von einem insgesamt schlechten Pilzjahr.

Wenn es feucht bliebe und die Nächte nicht zu kühl würden, könnten Pilzfreunde aber noch auf Herbstarten hoffen. Generell sei es so, dass die Regionen mit Muschelkalkböden in Thüringen länger brauchten, bis genug Feuchtigkeit für das Pilzwachstum vorhanden ist.

Nach wie vor kommt es beim Verzehr selbstgesammelter Pilze in Thüringen zu Vergiftungen. Allein das Landratsamt im Ilm-Kreis berichtete von bisher vier Pilzvergiftungen, die glimpflich für die Betroffenen ausgegangen seien. Statt sich auf Handyapps bei der Pilzbestimmung zu verlassen, sollten Sammler den Rat der Sachverständigen suchen, so das Landratsamt.

Das waldreiche Thüringen ist eigentlich eine Fundgrube für Pilzsammler. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Mykologie gibt es in Thüringen mehr als 4000 Pilzarten, darunter viele sehr kleine Vertreter ihrer Art. Von den sogenannten Großpilzen seien etwa 190 Arten essbar.

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