Stadtilm: Schranken sind kaputt

Stadtilm  Einige Autofahrer wollen sich mit der Sperrung der kurzen Verbindung zwischen Stadtilm und der Deube offenbar nicht abfinden

Drei Schranken sperrten die ehemalige Straße über den Hund bei Stadtilm, die inzwischen ein Forstweg ist. Zwei Schranken (die Reste der einen hier im Bild) wurden bereits vor längerer Zeit zerstört, die dritte ist inzwischen auch beschädigt. 

Drei Schranken sperrten die ehemalige Straße über den Hund bei Stadtilm, die inzwischen ein Forstweg ist. Zwei Schranken (die Reste der einen hier im Bild) wurden bereits vor längerer Zeit zerstört, die dritte ist inzwischen auch beschädigt. 

Foto: Antje Köhler

Auch eineinhalb Jahr nach ihrer Sperrung kommt die Straße über den Hund, die von Stadtilm nach Nahwinden führt und nach dem Rückbau zum Forstweg wurde, nicht zur Ruhe. Zwei Schranken wurden bereits vor geraumer Zeit zerstört, nun wurde auch noch eine dritte in der Mitte beschädigt und zur Seite gezogen, um den Schleichweg weiter nutzen zu können.

Allerdings ist hier der Verursacher bekannt, der für die Kosten der Reparatur aufkommen muss. Die Polizei sei eingeschaltet, jetzt warte man auf die Lieferung und werde dann eine Rechnung stellen, sagte Stadtilms Bauamtsleiter Jörg Werner. Er betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass laut Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Bundesstraße B 90neu – die die A 71 bei Traßdorf mit dem Raum Saalfeld/Rudolstadt verbindet – die Sperrung am Hund vorgesehen ist. „Wir sind verkehrsrechtlich verpflichtet, diese Sperre herzustellen“, betont der Bauamtsleiter.

Zwei Erdhaufen als letztes Mittel

Momentan werde sogar überlegt, vor und hinter der Schranke Erdhaufen zu setzen, um die Durchfahrt zu verhindern. Was aber bedeuten würde, dass der Weg im Notfall für Einsatzfahrzeuge nicht zu benutzen ist.

Diese Jahrzehnte alte Wegeverbindung wird immer noch von vielen Navigationssystemen angezeigt. Fast täglich fahren Lkw trotz Sackgassen-Schilder den Berg hinauf und wenden dort nur unter Mühen. Aber auch Pendler wollen den Schleichweg nicht missen, der deutlich kürzer ist als über die B 90neu als reguläre Verbindung.

Schilder weisen am Knoten Gelbe und an der Kellerbrücke auf die Sackgasse hin. Diese führen nun dazu, dass Fernfahrer befürchten, das Gewerbegebiet Lohmühlenweg sei nicht mehr erreichbar. Deshalb soll in den nächsten Tagen ein Zusatzschild aufgehängt werden, dass bis dorthin gefahren werden kann. Das Thema „Hund“ ist noch lange nicht ausgestanden.

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