Stadtilm: Zuhause für die Schlingnatter

Stadtilm  Am Stadtilmer Bahnhof weist eine Infotafel auf die ungefährlichen Schlangen hin

Die Schlingnatter (kleines Bild) fühlt sich vor allem unter den schwarzen Matten über den Gleisen wohl. Auf sie verweist jetzt die Biotop-Tafel, die Ulrike Nüssler am Dienstag anbrachte.

Die Schlingnatter (kleines Bild) fühlt sich vor allem unter den schwarzen Matten über den Gleisen wohl. Auf sie verweist jetzt die Biotop-Tafel, die Ulrike Nüssler am Dienstag anbrachte.

Foto: Robert Schmidt

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Mit einer neuen Infotafel wird seit Dienstag am Stadtilmer Bahnhof auf den Lebensraum Bahndamm hingewiesen.

Das Umweltamt des Kreises und die Deutsche Bahn wollen damit für das Biotop für Schlingnattern Verständnis schaffen. „Vor den Tieren muss niemand Angst haben. Ganz im Gegenteil. Am Bahndamm fühlt sich die ungefährliche Schlingnatter wohl“, so Landrätin Petra Enders (Linke). Im Sommer erreichten mehrere Anrufe besorgter Bürger die Leitstelle, die Polizei und die Stadtverwaltung – Schlangen wurden am Bahndamm nahe dem Bahnhof gesichtet. Dem ging man nach und fand heraus, dass sich eben die Schlingnattern im Schotterbett der Gleise und auf und unter den schwarzen Gummimatten der Gleisübergänge richtig wohl fühlen. Diese Schlangen stellen jedoch keine Gefahr für Menschen dar – sie sind nicht giftig. Mit der Infotafel will man jetzt Passsanten auf diesen wichtigen Lebensraum für sie und auch für andere Tiere und Pflanzen aufmerksam machen.

Die Schotterwüsten der Bahnanlagen bieten „vielen Tieren einen Lebensraum, die meisten von ihnen leben versteckt und scheuen den Menschen – wie die Schlingnatter, die nach der Ringelnatter die am weitesten verbreitete Schlangenart in Deutschland und geschützt ist“, sagt Ulrike Nüssler von der Naturschutzbehörde.

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