Stammgäste in Dörnfeld buchen für die Ferien im nächsten Jahr

Dörnfeld  Schulungsheim in Dörnfeld ist in diesen Wochen ausgebucht. Am Anschluss an eine neue Kläranlage wird gebaut

Natur pur hieß die jüngste Sommerfreizeit des Jugendamtes im Schulungsheim in Dörnfeld. Nachdem die Weiden-Tipis in Form gebracht waren, schnitzten Lukas, Ayla, Alexander, Noah, Mika, Henrik, Jannik  Hannes, Julian (von links) Stöcke und bauten mit den Zweigen kleine Objekte.

Natur pur hieß die jüngste Sommerfreizeit des Jugendamtes im Schulungsheim in Dörnfeld. Nachdem die Weiden-Tipis in Form gebracht waren, schnitzten Lukas, Ayla, Alexander, Noah, Mika, Henrik, Jannik  Hannes, Julian (von links) Stöcke und bauten mit den Zweigen kleine Objekte.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Einige Kinder liegen in den Hängematten und chillen, wie man neudeutsch so schön sagt. Andere sitzen auf der Wiese am Schulungsheim in Dörnfeld an der Ilm und spielen mit ihrer Betreuerin Celina ein Spiel, bei dem Wissen aus der Natur gefragt ist. Wer darauf keine Lust hat, tobt sich auf dem Spielplatz aus oder schnitzt an den Weidenzweigen, die auf einem großen Haufen liegen.

„Die Weiden-Tipis brauchen alle paar Jahre ein bisschen Pflege. Das hat Spaß gemacht“, erklärt Oriana Mainka und räumt gerade Werkzeug zusammen.

Sagenwanderung und Abende am Lagerfeuer

Die Jugendpflegerin aus Stadtilm gehört zum Betreuer-Team dieser zweiten Ferienfreizeit des Jugendamtes mit 30 Kindern aus dem Ilm-Kreis. Ihr Motto: „Natur pur“. Die Natur müssen sie hier nicht suchen, die liegt gleich vor der Tür. Sie können sich in der Ilm abkühlen, mit dem Förster durch den Wald wandern, den Imker in Traßdorf besuchen, abends am Lagerfeuer sitzen. Auch eine Sagenwanderung haben sie unternommen und eine Talentshow aufgeführt, erzählt Orianka Mainka.

Kardelen Budak (21), künftige Studentin der sozialen Arbeit, ist das erste Mal als Betreuerin hier, lobt das leckere Essen und das vielfältige Veranstaltungsangebot. Dass es den Kindern gefällt, sieht man auch daran, dass einige wiederkommen und ihre kleineren Geschwister mitbringen.

Am Samstag ist diese Gruppe abgereist, doch für Heimchefin Carola Fröhlich und ihr Team bleibt wenig Zeit zum Luftholen. Seit Wochen ist die Einrichtung ausgebucht. Vor den Ferien waren es vor allem Schulklassen. In dieser Woche wird ein Opernchorlager mit Chören aus Erfurt und Weimar stattfinden. Auch einige Kindergärten sind gern da. Dass sich viele bei der Abreise für das nächste Jahr anmelden, freut die Leiterin. Sie hat viele Stammgäste wie die Mattenteufel aus Erfurt oder den Polizeisportverein Eisenach. Der Caritas-Verband nutzt das Schulungsheim neuerdings für Seminare für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Zwischenzeitlich stand der Fortbestand der Einrichtung mit ihren etwa 100 Betten allerdings auf der Kippe. Grund ist die alte Kläranlage des Heims, das in einer Trinkwasserschutzzone liegt. Inzwischen hat der Bau einer Abwasserleitung entlang des Radweges nach Dörnfeld begonnen. Das Schmutzwasser soll weiter weg in einer abflusslosen Grube gesammelt und durch den Zweckverband entsorgt werden, Ziel ist später der Anschluss an eine neue Kläranlage in Griesheim. Für die Verbesserung des Brandschutzes werde man außerdem auf dem Gelände einen großen Wassertank in die Erde bringen, kündigt Ulrich Kämpf vom Arnstädter Bildungswerk weitere Bauarbeiten an. Das ABW betreibt das Schulungsheim, das dem Ilm-Kreis gehört. Parallel zur Abwasserleitung würden zudem Leerrohre für den Breitbandanschluss in den Boden gelegt. Schnelles Internet ist unverzichtbar, um für eine gleichmäßigere Auslastung des Schulungsheimes auch für Unternehmen oder die Technische Universität Ilmenau attraktiv zu werden.

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