Tor blieb wie vernagelt

Geschwenda  Fußball-Thüringenliga: SpVgg. Geratal - Wacker Teistungen/Berlingerode 0:0

Kein Entkommen: Der Teistunger Michal Marcin Wolanski (v.) attackiert von Geratals Justin Weidlich. Es blieb am Ende torlos.

Kein Entkommen: Der Teistunger Michal Marcin Wolanski (v.) attackiert von Geratals Justin Weidlich. Es blieb am Ende torlos.

Foto: René Röder

Unter den Augen einiger ehemaliger Spieler und von Ex-Trainer Tobias Huck, die gegenüber im Schatten das Treiben auf dem „Kickelhähnchen“ in Geschwenda beobachteten, lieferten sich beide Teams vor 120 Zuschauern ein wenig publikumswirksames Spiel ab, was daran lag, dass beide Deckungsreihen äußert diszipliniert kaum Fehler zuließen. Allerdings ist das Remis für die Gäste eher schmeichelhaft.

Der für alle Standards zuständige Kapitän Michal Marcian Wolanski, einer von zwei eingesetzten polnischen Brüdern war der auffälligste Teistunger. In Teistungen spielen sonst vier. Schon in der ersten Minute zielte er aus der Distanz knapp am Pfosten vorbei. Während auch die Gerataler gute Gelegenheiten ausließen – Thorwarts Schuss parierte Keeper Baran stark (4.), Paradies köpfte knapp übers Tor (16.) – zirkelte Mi. Wolanski gegenüber eine Ecke direkt auf das lange Tor-Eck, Geratal-Keeper Gießler boxte den Ball mit etwas Mühe und Rücklage noch weg (23.). Die Schulter-Verletzung Ballürs – er musste mit den Rettungswagen nach Ilmenau ins Krankenhaus gefahren werden – unterbrach den Lauf der Gäste.

Kurz vor dem Pausenpfiff fast doch noch die Gastgeber-Führung. Wacker-Keeper Baran kratzte akrobatisch einen Wollschläger-Schuss aus dem Eck (44.).

Nach der Pause verteidigten die Eichsfelder vehement das 0:0. Nur selten kamen sie gefährlich vor das gegnerische Tor. So trat Mi. Wolanski erneut eine Ecke direkt aufs Tor. Gießler parierte. Die Gerataler versuchten es immer erfolglos mit hohen Bällen. Im Powerplay fehlten aber auch die zündenden Ideen. Heinzes Kopfball hielt Baran sicher (50.), Weidlichs Direktschuss nach Paradies-Ecke war schon schwerer zu halten (58.), Paradies Flachschuss wurde ebenfalls Beute Barans (62.) und auch die Versuche Al Saeeds, der einen Haken zu viel wagte (74.), und auch ein 25-Meter-Knaller von Mart. Kellner fanden nicht den erhofften Weg ins Tor (85.).

So hätte fast der sich in der letzten Minute selbst einwechselnde Trainer der Eichsfelder in der Nachspielzeit alles auf den Kopf gestellt. Urplötzlich in der Nachspielzeit völlig frei vor dem Geratal-Tor, zögerte Eckert zu lange.

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