Trotz drei Reifen-Pannen: Stadtilmer Mountainbiker knackt die WM-Norm

Stadtilm  Der Stadtilmer Mountainbiker Florian Anderle ist Ende September bei der Marathon-WM im schweizerischen Grächen dabei.

Der Stadtilmer Mountainbiker und Radballer Florian Anderle (Nummer 13) bei der DM neben den mehrfachen Deutschen Meister Karl Platt.Fotos: Phillipp Rothe , privat

Der Stadtilmer Mountainbiker und Radballer Florian Anderle (Nummer 13) bei der DM neben den mehrfachen Deutschen Meister Karl Platt.Fotos: Phillipp Rothe , privat

Foto: Phillipp Rothe , privat

Die Generalprobe vor der Weltmeisterschaft Ende September in der Schweiz ging für den Stadtilmer Mountainbiker Florian Anderle kräftig daneben. Das fing schon bei der Nummernvergabe an. Anderele: „Mit der Startnummer 13 ausgestatten, bekam ich schon so ein Gefühl. ich redete mir das halt einfach schön. In der zweiten Startreihe direkt zwischen den größten deutschen Marathon-Profis, wie Karl Platt und Markus Kaufmann war ich aber gut aufgehoben.“

Bei einstelligen Temperaturen und leichtem Regen war die Startphase durch den Ortskern von Daun in der Vulkaneifel vor den folgenden 1001 Kilometern und immerhin 2400 Höhenmetern schon eine heikle Angelegenheit durch die Enge.

Das Rennen begann unerwartet langsam. Anderle: „Vorn riegelten die Profis ab und machten das Tempo langsam, bis alle Teams ihre Fahrer hintereinander gut aufgereiht hatten.“ Ab Kilometer 17 wurde es dann schlagartig hektisch und schnell. „Eine erneute Engstelle verhinderte, dass ich vorn dran bleiben konnte, ich fand mich in einer Gruppe, um Platz 25 wieder.“ Und von da an spielte die Triokot-Nummer 13 ihre Macht aus. „Mein Ziel, in den Top 20 zu landen wurde nahezu unmöglich. Erst verlor der Vorderreifen schleichend Luft, kurz darauf quittierte mein Hinterreifen völlig den Dienst. Entnervt beendete ich bei Kilometer 38 vorzeitig das Rennen“, ärgert sich Florian Anderle gehörig. Aber eigentlich hat diese „verpatzte Generalprobe“ doch was Gutes: So kann für den 22-jährigen Fahrer vom Fuji BikesRockets-Team bei der Weltmeisterschaft am 21. September im schweizerischen Grächen doch gar nichts mehr schief gehen...

Nachdem Florian Anderle im Vorjahr seine Mountainbike- Marathon-WM-Premiere gab, hat er das zwei Wochen vor der DM erneut geschafft, allerdings mit sehr langem Anlauf von vier Starts bei der Marathon World Series. Platz 20 musste es werden. Beim ersten Rennen in Jelena Gora in Polen fehlten als 21. nur 52 Sekunden. Es folgten Platz 25 beim Malevil-Cup in Hermanice nahe Oybin jn Tschechien und 26 in Holeslav nördlich von Prag. Es blieb verteufelt knapp.

Die letzte Chance, einen der begehrten Plätze bei der WM zu ergattern, bot sich so kürzlich am 1. September in Ungarn. „Ich musste endlich einmal ohne Defekt durchkommen“, so Anderle.

Nicht nur die lange Anreise stellte eine Herausforderung dar, auch die Strecke durch das Mátra-Gebirge hatte es in sich. Wieder ging es nicht ohne Defekt ab, Drei Reifenpannen auf den letzten 60 Kilometern, selbst Reifenflicken. Doch die Motivation war enorm. Nach 4:21:29 Stunden überquerte Florian Anderle als Elfter die Ziellinie und ergatterte das so erhoffte WM-Ticket.

„In Grächen darf ich nun wieder das deutsche Nationaltrikot tragen. Ich bin so was von glücklich und auch schon ein bisschen nervös“, freut sich Florian Anderle riesig auf seinen zweiten WM-Start.

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