Ilm-Kreis: Trotz Pandemie Entspannung am Arbeitsmarkt

Ilm-Kreis.  Im Vergleich zu 2019 gibt es aber mehr Arbeitslose im Ilm-Kreis

Trotz der Pandemie gab es im Oktober eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Die Coronaauswirkungen sind dennoch spürbar.

Trotz der Pandemie gab es im Oktober eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Die Coronaauswirkungen sind dennoch spürbar.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Trotz der Pandemie sank die Arbeitslosigkeit im Ilm-Kreis im Oktober. 3062 Menschen waren als beschäftigungslos gemeldet. Das sind 189 weniger als im September, jedoch 469 mehr als vor einem Jahr. „Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober saisonüblich gesunken. Davon haben auch Jugendliche profitiert. Die Unternehmen suchten mehr Mitarbeitende und mehr Menschen haben einen neuen Job. Die Oktoberzahlen zeigen damit eine verhältnismäßig normale Herbstbelebung am Arbeitsmarkt, allerdings befindet sich die Arbeitslosigkeit weiterhin auf einem höheren Niveau“, sagt Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Und sie ergänzt: „Die Zahlen spiegeln die Entspannung im Sommer wider. Seit den Herbstferien werden deutlich weniger neue Stellen gemeldet – hier ist mit dem Anstieg der Infektionszahlen eine deutliche Zurückhaltung der Wirtschaft zu spüren. Die aktuellen Beschlüsse zur Bekämpfung der Pandemie werden insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe, Kulturschaffende, die Veranstaltungsbranche und Freizeiteinrichtungen erneut stark treffen. Das wird in diesem Winter eine starke Belastung für den Arbeitsmarkt.“

Im nördlichen Ilm-Kreis gab es im Oktober 118 Arbeitslose weniger als im September, jedoch 302 mehr als vor einem Jahr. Im südlichen Ilm-Kreis ging die Arbeitslosigkeit auf 1285 zurück. Das sind 71 Betroffene weniger als im September, jedoch 167 mehr als 2019.