Über Treppen und Hindernisse diesmal nicht nur mit dem Rad

Arnstadt  Interview der Woche mit Stefan Röder und Franz-Josef Willems über neue Wege der bewegungsWELTEN

BewegungsWELTEN Mountainbiking des RSV Adler Arnstadt. Franz-Josef Willems, Vorsitzender der Initiative Erfurter Kreu (l.) und Wettkampfleiter Stefan Röder vom RSV adler Arnstadt.

BewegungsWELTEN Mountainbiking des RSV Adler Arnstadt. Franz-Josef Willems, Vorsitzender der Initiative Erfurter Kreu (l.) und Wettkampfleiter Stefan Röder vom RSV adler Arnstadt.

Foto: Berit Richter

Am 28. und 29. September findet wieder das bewegungsWelten Mountainbiking des RSV Adler Arnstadt statt. Neben bewährten Programmpunkten gibt es auch zwei Neuerungen. Wettkampfleiter Stefan Röder und Franz-Josef Willems, Vorsitzender der Initiative Erfurter Kreuz, die in diesem Jahr als starker Partner mit im Boot ist, erklären worum es geht.

Worauf können sich Publikum und Starter an den zwei Tagen Ende September freuen?

Stefan Röder: Es gibt am Sonnabend in bewährter Weise wieder unser Enduro, dann die Kinderrennen und am Sonntag den Marathon. Neu sind Sonnabend der Eliminator und die IEK-Team-Challenge.

IEK steht für Initiative Erfurter Kreuz, worum geht es bei der Team-Challenge?

Franz-Josef Willems: Sie ist ein Staffellauf für Dreierteams und richtet sich an Freizeitläufer, Vereine, Sportgruppen aber auch Firmen. Wir wollen mit diesem Event die Arnstädter Innenstadt beleben und hoffen nicht nur auf viele Teilnehmer, sondern auch viele Zuschauer, welche die Staffeln anfeuern.

Stefan Röder: Es gibt ja doch mehr Läufer als Radfahrer, deshalb wollten wir auch etwas für Läufer anbieten. Und Hindernisläufe sind ja in. Gelaufen wird nämlich auf der Mountainbike-Wettkampfrunde durch die Arnstädter Altstadt mit ihren Treppen und aufgebauten Hindernissen. Auf der rund 1,2 Kilometer langen Runde müssen in dem 60 Minuten dauernden Staffellauf, möglichst viele Runden absolviert werden. Wie man sich die einteilt, ob man nach jeder Runde wechselt oder einer vom Team eine halbe Stunde durchläuft, das ist Sache der Teams. Auch bei der Zusammensetzung der Teams machen wir keine Vorgaben, egal ob reines Männer- oder Frauenteam oder gemischt. Aufgrund der Unterstützung durch die Initiative Erfurter Kreuz werden keine Startgebühren erhoben und die Zeitmessung erfolgt elektronisch mittels Transponder. Den Staffelstab, kann man dann auch mit nach Hause nehmen. Auf Grund der engen Strecke ist die Teilnehmerzahl auf 30 Staffeln begrenzt.

Und nicht nur die Läufer gewinnen...

Stefan Röder: Bei der Siegerehrung ermitteln wir mittels Lautstärkemessung den lautesten Team-Support. Es gibt 20 Liter Freibier, welche vor Ort ausgeschenkt werden.

Franz-Josef Willems: Wir wollen damit die Innenstadt beleben. Die Arnstädter und ihre Gäste sollen kommen, zuschauen, anfeuern, mitmachen. Es soll ein Event für alle sein, bei dem bis in den Abend etwas los ist.

Da spielt auch der Eliminator hinein?

Stefan Röder: Ja. Wir wollen den Radsport wieder mehr in die Innenstadt ziehen. Bisher war es ja so, dass die Fahrer nach dem Start erst einmal im Wald verschwunden waren. Mit dem neuen Format bieten wir nun mehr Rennaction direkt in der Innenstadt.

Wie soll das Rennen ablaufen?

Stefan Röder: Gefahren wird auf der ersten Stage des Enduro. Wir werden zunächst einen Prolog im Einzelzeitfahrmodus fahren, wo es um die Bestzeit geht. Nach der IEK-Team-Challenge gibt es dann die Ausscheidungsrennen in Vierergruppen, von denen immer die besten zwei weiterkommen, bis zum Finale. Geplant haben wir mit 20 Frauen und 40 Männern. Wir werden sehen, wie es ankommt und ob wir gegebenenfalls am Modus noch etwas verändern. Auf alle Fälle werden die direkten Duelle sehr spannend werden.

Kommen wir zu den bereits etablierten Formaten. Was verbirgt sich, für diejenigen, die es noch nicht kennen, hinter Enduro?

Stefan Röder: Das ist wie ein Ausflug mit Freunden. Man fährt gemeinsam gemütlich durch die Natur. Unterwegs gibt es dann die sogenannten Stages, Bergab-Abschnitte, in denen die Zeit genommen wird. Wir haben davon sechs. Los geht es um 11 Uhr mit der ersten Stage vom Markt über die Kohlgasse, Pfarrhof, Marktstraße, Ledermarktgasse, Hopfenbrunnen, rund um die Bachkirche und zurück zum Marktplatz. Die Teilnehmer werden im 30-Sekunden-Takt starten. Nach diesem Prolog führt die Strecke die Biker in die Wälder um Arnstadt, zum Alteburg-Plateau, nach Siegelbach, zur Kiesewetterhütte und in Reinsberge oberhalb von Dosdorf. Die letzte Stage führt dann von der Alteburg zurück zum Markt. Die Zielankunft auf dem Marktplatz ist gegen 16 Uhr geplant. Gemeldet haben bisher hundert Fahrer.

In der Zwischenzeit gehört der Markt wieder dem Nachwuchs?

Stefan Röder: Zur Mittagszeit starten wir die Kinder-Rennen in drei verschiedenen Altersklassen auf der Rundstrecke in der Arnstädter Altstadt. Die Bambinis (U9 – bis Jg. 2011) fahren zehn Minuten. Hier können gern auch Steppkes mit Laufrädern teilnehmen. Haben wir da sehr viele Anmeldungen, dann machen wir ein Extrarennen. Bei den Kleinen bekommt jeder Starter eine Medaille. In den anderen zwei Renen gibt es eine Ehrung der besten Drei. Das Kinder-Rennen (U11 – Jg. 2009 und 2010) dauert 15, das Jugend-Rennen (U13/15 – Jg. 2005 bis 2008) 25 Minuten. Der Start ist kostenfrei. Jeder, der ein Rad hat, kann kommen und gern mitmachen. Wir würden uns über viele Teilnehmer freuen.

Und am Sonntag geht es ins Gelände?

Stefan Röder: Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Breitensportes, dann gibt es unseren Bewegungswelten-Marathon. Auf der gewohnten Strecke gibt es wieder vier Distanzen, 12, 33, 54, und 75 Kilometer, wobei man nach jeder Runde auf dem Markt vorbeikommt und entscheiden kann, ob man aufhört oder weiterfährt.

Gibt es auch wieder eine Gesamtwertung?

Stefan Röder: Natürlich. Dazu zählen der Marathon und entweder Enduro oder Eliminator. Startet jemand bei beiden, werten wir das bessere Ergebnis. Für die ersten Drei gibt es Geldpreise. Maximal kann man an diesem Wochenende 500 Euro einfahren.

bewegungsWELTEN-Zeitplan

Sonnabend, 28. September:

  • 8.30 bis 10.30 Uhr: Anmeldung, Startnummernausgabe beWE enduro.
  • 10. 45 Uhr: Fahrer-Briefing.
  • 11 Uhr: Start Stage 1 (alles ).
  • 11 bis 12.45 Uhr: Anmeldung beWE kids-race.
  • 13 Uhr: Start Jugend-Rennen (U13/15 – Jg. 2005 – 08) – Renndauer: 25 Minuten.
  • 13.40 Uhr: Start Kinder-Rennen (U11 – Jg. 2009/10) – 15 Minuten.
  • 14. 10 Uhr: Start Bambini-Rennen (U9 – bis Jg. 2011) – 10 Minuten.
  • 14.30 Uhr: Siegerehrungen beWE kids-race.
  • 14.30 – 16 Uhr: Öffnung Stage 6 (beWE enduro – Anmeldung beWE eliminator .
  • 16 bis 17.30 Uhr: Anmeldung IEK TEAM-Challenge.
  • 16. 15 Uhr: Siegerehrungen.
  • 16.30 Uhr: Freies Training beWE eliminator.
  • 17 Uhr: Start Prolog beWE eliminator (30-Sekundentakt lt. Startliste).
  • 18 bis 19 Uhr: IEK TEAM-Challenge.
  • 19:15 Uhr: Ausscheidungsläufe beWE eliminator (lt. Aushang und Durchsagen).
  • 20:30 Uhr: Siegerehrungen IEK TEAM-Challenge und IEK TEAM-Support, beWE eliminator inklusive Jedermann-Tombaola.

Sonntag, 29. September:

  • 7.30 bis 9.30 Uhr: Anmeldung / Startnummernausgabe beWE marathon.
  • 10 Uhr: Start beWE marathon.
  • 10.45 Uhr: Zieleinlauf Runde S (12 Kilometer).
  • 11.45 Uhr: Zieleinlauf Runde M (33 km)
  • . 12.20 Uhr: Siegerehrungsblock I inkl. Jedermann-Tombola (Runde S m/w & Runde M m).
  • 12.30 Uhr: Zieleinlauf Runde L (54 km).
  • 13.15 Uhr: Zieleinlauf Runde XL (75 Kilometer).
  • 13.20 Uhr: Siegerehrungsblock II inkl. Jedermann-Tombola (Runde M w & Runde L m).
  • 14.30 Uhr: Siegerehrungsblock III inkl. Jedermann-Tombola (Runde L w; Runde XL m/w & Gesamtwertung).

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