Unkonventionelle Weiterbildung in Arnstadt

Arnstadt.  Unternehmer, Lehrer und Eltern treffen sich zum Erfahrungsaustausch in der Arnstädter Petri-Schule zur Digitalisierung in Schule und Wirtschaft.

Erstmals veranstaltet die Emil-Petri-Schule in Arnstadt ein öffentliches Barcamp für Lehrer, Vertreter der Wirtschaft und interessierte Eltern. 

Erstmals veranstaltet die Emil-Petri-Schule in Arnstadt ein öffentliches Barcamp für Lehrer, Vertreter der Wirtschaft und interessierte Eltern. 

Foto: Antonia Pfaff

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Tief verwurzelt, wissbegierig und offen – diese Eigenschaften stehen für das Baum-Maskottchen der Arnstädter Emil-Petri-Schule. Er lächelt herzlich, ist bereit für Spiel, Spaß und Lernstoff und geht nun einen neuen Weg. Denn erstmals organisiert ein vierköpfiges Lehrerteam einen öffentlichen Erfahrungsaustausch in einer Thüringer Schule: Emils Barcamp.

Ideen, Erfahrungen, Meinungen

Ein Barcamp ist eine unkonventionelle, moderne Form der Weiterbildung. Eine Un-Konferenz, bei der die Ideen, Erfahrungen und Meinungen der Teilnehmer gefragt sind. Er gibt es einen Input zum Thema, anschließend stellen sich die Anwesenden kurz vor und beschreiben sich mit drei Worten. Diese dienen der Orientierung bezüglich Interessen und Fragen.

Dann steht die Planung der Session, also des Kurses, an: Jeder der ein Thema vorbereitet hat, stellt es vor, auch spontanes Einbringen zu einem Schwerpunkt ist möglich. Wenn sich mindestens fünf Interessierte finden, kann die Session beginnen. Und hier gilt: Jeder kann sich einbringen, Fragen stellen und mitdiskutieren. Währenddessen steht die Tür offen und die Teilnehmer können jederzeit die Session verlassen, zu einer anderen gehen oder sich auch außerhalb thematisch austauschen.

Gespräch zwischen Unternehmern und Pädagogen

„Der Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung zu einem bestimmten Thema stehen im Vordergrund“, macht Marion Klugmann deutlich. Sie ist Lehrerin und gehört zum Organisationsteam. Bei Emils Barcamp liegt der Fokus auf Digitaler Bildung und Netzwerk Schule-Wirtschaft.

Ziel ist es, dass Lehrer und Vertreter aus Unternehmen ins Gespräch kommen. „Wir möchten die Schüler nicht nur auf das Leben vorbereiten, sondern auch auf die bevorstehenden Ausbildungen – insbesondere auf die Kommunikation innerhalb einer Firma.“ Es sei also wichtig, zu erfahren, was den Schülern als digitales Handwerkszeug mitgegeben werden muss, damit sie im Unternehmen Fuß fassen können. Als Beispiel nennt die Lehrerin die Arbeit mit Mailprogrammen und Anwendungen. Auch steht die Frage im Raum, ob diese nicht schon in Unterricht genutzt werden können.

Schlagwort Digitalisierung

Die Digitalisierung ist ein Schlagwort der Stunde. Dabei gibt es den klassischen Medienkunde-Unterricht nicht mehr. In den Klassenstufen fünf bis sieben gebe es noch die informationstechnische Grundbildung. Dort sollen Grundlagen vermittelt werden, sagt Steffen Wieland. Er ist stellvertretender Schulleiter und Mitorganisator.

In den nachfolgenden Stufen wird die Vermittlung digitaler Medien in den Unterricht direkt einbezogen. Dabei sei es wichtig, dass es ein Konzept zur Digitalisierung gibt, damit nicht in jedem Fach das Gleiche abverlangt wird, sind sich die Organisatoren einig. Dies beziehe sich unter anderem auf die verschiedenen Präsentationsmöglichkeiten für Arbeiten und Vorträge. „Wir müssen sie aber kennen, um sie dem Schüler zu zeigen, damit er diese anwenden kann“, erklärt Marion Klugmann.

Eltern und Interessierte willkommen

Und das erhofft sie sich auch durch das Barcamp in der eigenen Schule – dass neue Anwendungen, Programme und Software vorgestellt werden, die durch andere Kollegen bereits getestet wurden. Von deren Erfahrungen können die Teilnehmer dann profitieren. „Die Lehrer werden damit zu Multiplikatoren.“

Emils Barcamp soll allen, die an digitaler Bildung in Schulen interessiert sind, die Möglichkeit des Austausches und der Netzwerkbildung geben. Deshalb sei es auch möglich, dass interessierte Eltern teilnehmen. Sie haben die Chance, sich einzubringen oder zuzuhören und Neues mitzunehmen. Die Staatssekretärin für Wirtschaft und Digitale Gesellschaft, Valentina Kerst, hat ihr Kommen bereits jetzt durch eine Anmeldung zugesichert.

Emils Barcamp findet am 22. Februar von 9 bis 16.30 Uhr in der Emil-Petri-Schule in Arnstadt, Rosenstraße 45 statt. Die Anmeldung ist noch bis Ende Januar auf www.kurzelinks.de/emilsbarcamp möglich.

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