Unzumutbare Arbeitsbedingungen bei 30 Grad in Ilmenauer Markt

Ilmenau  In einem Einkaufsmarkt in Ilmenau herrschen im Hochsommer Temperaturen von über 30 Grad. Die Geschäftsleitung prüft nun, ob eine Klimaanlage eingebaut werden kann.

Die Verkaufsstelle befindet sich im Untergeschoss und hat weder Fenster noch Klimaanlage. Im Hochsommer leiden Mitarbeiter und Kunden.

Die Verkaufsstelle befindet sich im Untergeschoss und hat weder Fenster noch Klimaanlage. Im Hochsommer leiden Mitarbeiter und Kunden.

Foto: Arne Martius

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Als Kevin Fliedner Ende Juli die Ilmenauer Filiale der Pfennigpfeiffer Handels GmbH betrat, traf ihn fast der Schlag. Es war einer der heißesten Tage des Jahres - und in der Verkaufsstelle herrschten seinem Empfinden nach die gleichen Temperaturen wie draußen auch, wo das Thermometer über 35 Grad anzeigte. Nicht nur den Kunden sei die Situation sichtlich unangenehm gewesen - vor allem aber habe das Personal unter den Bedingungen gelitten, schilderte der Ilmenauer. Die Verkaufsstelle verfügt weder über Fenster, noch über eine Klimaanlage.

Kevin Fliedner nahm den Vorfall zum Anlass, um der Geschäftsführung zu schreiben. „Wo bitte liegt bei einem solch großen Konzern wie Ihrem das Problem, in die Geschäfte eine Klimaanlage einbauen zu lassen? Dies würde sich angenehmer auf die Kunden (welche sich dann auch länger im Geschäft aufhalten würden als im jetzigen Zustand) auswirken. Als auch auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter! Muss denn wirklich erst einer ihrer Angestellten durch einen (im schlimmsten Falle) Hitzschlag krankheitsbedingt ausfallen, dass Sie etwas unternehmen?“, schreibt er und bittet darum, „baldige Abhilfe zu schaffen“.

Mehr Pausen für Regeneration

Die Handels GmbH wollte daraufhin die Filiale durch einen Vertreter der Bauabteilung begutachten lassen, teilte unserer Zeitung auf Anfrage der Prokurist Klaus Neubert mit. „Wir nehmen das Thema sehr ernst, da uns das Wohl und die Gesundheit sowohl unserer Mitarbeiter, als auch unserer Kunden sehr am Herzen liegt.“

Es sei richtig, dass die Filiale nicht über eine Klimaanlage verfügt. Allerdings werde die Temperatur über eine Nachtkühlung heruntergefahren, „so dass die Temperaturen auch an warmen Tagen 26°C nicht übersteigen sollten“, teilte Neubert mit. Nun soll geprüft werden, ob es sich womöglich um einen Defekt der Anlage handelt - oder, ob nicht gar doch eine Klimaanlage eingebaut werden könne. Man stelle in den Sommermonaten in sämtlichen Filialen Getränke zur Verfügung und lasse mehr Pausen zur Regeneration zu.

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