Vereine sollen Anlagen kostenlos nutzen

Ilmenau  Kultur- und Sportausschuss berät über Förderrichtlinien. Das Thema Kultur nach längerer Diskussion in die nächste Sitzung vertagt.

Ilmenau will auch in den Ortsteilen für die Sportanlagen aufkommen. Im Bild ist der Sportplatz Gräfinau-Angstedt.

Ilmenau will auch in den Ortsteilen für die Sportanlagen aufkommen. Im Bild ist der Sportplatz Gräfinau-Angstedt.

Foto: Ralf Ehrlich

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„Die Sportvereine können die Sportanlagen wie gehabt kostenfrei nutzen“, sagte Bernd Bochert im Kultur- und Sportausschuss. Der stellvertretende Amtsleiter des Sport- und Betriebsamtes erläuterte, dass die Stadt für die Betriebskosten und die Pflege der Sportanlagen auch in den neuen Ortsteilen aufkommen will. Die Neufassung der Förderrichtlinie für Kultur und Sport stand kürzlich auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung.

Beim Thema Sport ging es größtenteils um kleine Anpassungen, sagte Ausschussvorsitzende Tina Wittrich (Bürgerbündnis/Grüne). So erhalte beispielsweise ein Verein aus Gräfinau-Angstedt weniger Förderung als früher. Dafür zahlt er keine Betriebskosten mehr und es bliebe unterm Strich mehr als vorher.

Während die Förderrichtlinie für den Sport einstimmig angenommen wurde, gab es im Bereich Kultur keine Einigung.

Der Tagesordnungspunkt wurde in die nächste Sitzung verschoben. Ein Streitpunkt war, ob es zu den Anträgen auf Fördergelder ein Formblatt geben soll oder nicht.

Unterschiedliche Meinungen gab es auch zum Thema, ob die Geförderten auf den „Sponsor Stadt Ilmenau“ hinweisen müssen.

Ortsteile haben finanziellen Spielraum

Während sich beispielsweise die Ausschussvorsitzende und Hans-Joachim Fiedler (AfD) für eine Sponsorennennung aussprachen, sah es Bernd Rocktäschel (Ilmenau Direkt) anders: „Und die anderen, die nicht gefördert wurden, sagen es dann auch?“ Dass eine Neuregelung notwendig sei, unterstrich Kulturamtsleiter Nico Debertshäuser. Ähnlich wie bei der Sportförderung müsse im Zuge der Eingemeindung einiges angepasst werden.

„Wir haben auch Regelungen aus den eingemeindeten Orten übernommen, weil sie teils treffender waren, als die alten Ilmenauer.“ Im Wesentlichen sei man aber dem alten Fördergedanken treu geblieben.

Bürgermeisterin Beate Misch (CDU) betonte, dass die Ortsteile durch die „großzügigen Ortsteilbudgets“ weiteren finanziellen Spielraum hätten.

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