Viele Beschwerden über Busverkehr im Ilm-Kreis

Ilm-Kreis  Ausschuss-Sondersitzung zum Personennahverkehr ist noch vor dem Fahrplanwechsel im August geplant. Einwohner melden sich bei Kreistagsfraktionen.

Über 70 Beschwerden soll es aus Heyda geben. Die Einwohner sind unzufrieden mit der Busverbindung. Unser Foto zeigt die Bushaltestelle in Heyda.

Über 70 Beschwerden soll es aus Heyda geben. Die Einwohner sind unzufrieden mit der Busverbindung. Unser Foto zeigt die Bushaltestelle in Heyda.

Foto: Ralf Ehrlich

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Erst seit einer Woche hat die CDU/FDP-Kreistagsfraktion eine E-Mail Adresse für Rückmeldungen zum neuen Busfahrplan eingerichtet (wir berichteten mehrfach). Schon jetzt häufen sich dort nach den Angaben des Fraktionschefs Andreas Bühl die Beschwerden. Die Einwände habe man an die Personenverkehrsgesellschaft des Kreises weitergeleitet, bisher aber keine konkrete Rückmeldung erhalten. Deshalb werde Bühl als Mitglied im Ausschuss für den öffentlichen Personennahverkehr bei einer Sondersitzung Anfang August die Eingaben der Bus-Nutzer mit dem dort vorzustellenden geänderten Bus-Fahrplan abgleichen, kündigte Bühl an. Dass es eine solche Sondersitzung noch vor dem Fahrplanwechsel Mitte August geben soll, bestätigte am Mittwoch die Kreisverwaltung.

Das bislang funktionierende System sei in vielen Punkten „ohne erkennbaren Grund zum Schlechteren geändert worden“, so Bühl. Zum Beispiel gäbe es keine durchgehende Busverbindungen mehr zwischen Arnstadt und Ilmenau. Außerdem seien die Busverbindungen nach Erfurt nicht zufriedenstellend. Schüler, die zur Berufsschule müssen oder Senioren die zum Arzt müssten, hätten Probleme. All das werde er in der Ausschusssitzung hinterfragen.

Auch von der AfD-Kreistagsfraktion kommt Kritik, der „öffentliche Personennahverkehr im Ilm-Kreis komme auf keinen grünen Zweig“, so Fraktionschef Sebastian Thieler. Man habe – wie andere auch – einen Beschwerdebrief mit weit über 70 Unterzeichnern aus dem Ortsteil Heyda bekommen.

Ausbluten des ländlichen Raumes beklagt

In diesem Schreiben werde „explizit darauf hingewiesen, dass die Versorgung der älteren Menschen nicht mehr gewährleistet ist und Arbeitsplätze in Gefahr sind.“ Dieses Schreiben sei nur eins von mehreren, welche mittlerweile auch aus den Bereichen Gossel, Wipfratal, Pörlitz und anderen Orten vorliegen. „Mittlerweile kann man regelrecht von einem Ausbluten des ländlichen Raumes sprechen“, so Thieler. Ohne Vorwarnung werde damit „trotz der Daseinsfürsorge die Existenzen vieler Menschen bedroht“.

„Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten als Fraktion um ein vorzeitiges Gespräch mit dem ÖPNV, insbesondere dem Ilmenauer Omnibusverkehr, bitten, um schnellstmöglich und noch vor dem 18. August eine Fahrplanänderung zu erreichen“, so der AfD-Fraktionschef. Am 18. August erfolgt der nächste reguläre Fahrplanwechsel, erst dann seien Änderungen und Verbesserungen möglich, hieß es letzte Woche von der Personenverkehrsgesellschaft des Ilm-Kreises.

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