Von Zipfelmützen und Zwitscherkästen in Gräfenroda

Gräfenroda  Gräfenroda feiert sein Heimat- und Zwergenfest und hofft auf den Erhalt der traditionellen Fertigung der berühmten Gartenzwerge

Reinhard Griebel, Chef der Gartenzwergmanufaktur, und Iris Umbreit erklären Max (6) aus Wölfis die Berufe der Zwerge im diesjährigen Schaubild zum Fest.

Reinhard Griebel, Chef der Gartenzwergmanufaktur, und Iris Umbreit erklären Max (6) aus Wölfis die Berufe der Zwerge im diesjährigen Schaubild zum Fest.

Foto: Antje Köhler

Im nächsten Jahr feiern sie Jubiläum – das 20. Heimat- und Zwergenfest. Das macht er auf jeden Fall noch mit, versichert Reinhard Griebel, der Chef der Gartenzwergmanufaktur. Wie es danach weitergeht? Er zuckt mit den Schultern.

Bisher hat er keinen Nachfolger gefunden. Es gehe ja nicht um einen neuen Chef, die Arbeit müsse gemacht werden, betont der 65-Jährige, der die Hoffnung auf den Fortbestand seines Betriebes nicht aufgegeben hat.

Im Hof bemalten an diesem Sonntag Jung und Alt Männlein mit roten Zipfelmütze, Zulauf findet auch das Zwergenmuseum. In Griebels Rechnung feiern sie das Zwergenfest schon länger, anfangs noch am Tag des offenen Denkmals. Inzwischen teilen sich die Gemeinde, der örtliche Heimatverein sowie der SV 90 Gräfenroda Sektion Gewichtheben in die Vorbereitung.

Teil des Festes sind die Thüringer Steinhebermeisterschaften auf dem Kellner-Platz, die am Samstag nach Auskunft des Veranstalters etwa 350 Zuschauer hatten. Leider war die Party anschließend schwach besucht, sagt René Holtmann.

Für Sonntag stand ein musikalischer Nachmittag mit Blasmusik, jungen Talenten, Rock‘n Roll-Tanz sowie einer Modenschau auf dem Programm. Im Haus „Grevenrot“ war die Sonderausstellung „100 Jahre Angliederung Dörrberg an Gräfenroda“ zu sehen, die bereits am 15. März zum Jubiläum des Gemeindezusammenschlusses eröffnet wurde. 2020 soll eine Sonderschau zu „150 Jahre Glaswerk“ gestaltet werden, war von Karl-Heinz Fischer zu erfahren. Der Heimatverein bewirtete die Gäste in einem „Museumscafé“ und stellte einige neue Schriften zur Heimatgeschichte vor.

Die seit 2018 zum Verein gehörende „Grawereder Jong“ hatten ihren Stand am Kellner-Platz, zeigten Fotos vom Bau der Kammberg- sowie der Tragberghütten und vom Einsatz an der Streuobstwiese. Kinder konnten bei ihnen aus Elementen Vogelhäuschen bauen – und es gab noch witzige Zwitscherkästen, in denen Platz für eine Schnapsflasche ist. Die dazugehörigen Gläser lassen sich ausklappen.

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