Wege aus der Depression

Ilm-Kreis.  Neue Selbsthilfegruppe sucht Teilnehmer und setzt auf Akzeptanz und Toleranz.

Wer depressiv ist, fühlt sich oft sozial ausgegrenzt.

Wer depressiv ist, fühlt sich oft sozial ausgegrenzt.

Foto: Marijan Murat / dpa

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Wer an Depressionen oder Angststörungen leidet, hat nicht nur mit klinischen Symptomen zu kämpfen. Oft ziehen sich Betroffene auch aus ihrem sozialen Umfeld zurück, weil sie auf Vorurteile oder mangelnde Akzeptanz stoßen.

Doch auch mit Depressionen und Angststörungen könne man das Leben lebenswert gestalten, sagen Betroffene, die eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen möchten. Ihr Motto: Gemeinsam sind wir nicht nur stärker, sondern auch mutiger.

Ziel der Gruppe ist es, mit Betroffenen und Gleichgesinnten in den Erfahrungsaustausch zu treten und selber aktiv zu werden. Wichtig ist: Die Teilnehmer agieren auf Augenhöhe miteinander. Welche Aktivitäten gestaltet werden, wird innerhalb der Gruppe festgelegt.

Wichtig ist zunächst das gegenseitige Kennenlernen, das Aufbauen von Vertrauen. Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt auch in diesem Rahmen. In einen zweiten Schritt sollen gemeinsame Freizeitaktivitäten folgen, in die Gruppenarbeit können aber auch Experten eingebunden werden.

Wer Interesse an einer solchen Selbsthilfegruppe hat, kann sich an die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Ilm-Kreis wenden. Das Büro befindet sich in der Karl-Marien-Straße 50 in Arnstadt und ist dienstags ab 14 Uhr unter Tel. 03628/602754 zu erreichen.

Sobald sich genügend Interessenten zusammengefunden haben, soll ein erstes Gruppentreffen organisiert werden. Die Gruppe richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Jugendliche. Das wichtigste sei, so die Initiatoren, Mut zu fassen und sich zu melden. Auf Ablehnung stoße in der Gruppe niemand. Akzeptanz und Toleranz würden groß geschrieben.

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