Zu warm zum Schlafen

Britt Mandler über einen ungewöhnlichen Wintergast

Britt Mandler

Britt Mandler

Foto: Hans-Peter Stadermann

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was sitzt denn da auf der Terrasse? Nur aus den Augenwinkeln schaute ich am Wochenende nach draußen. Doch plötzlich blieb mein Blick hängen. Im leeren Katzennapf zappelte etwas. Bei näherem Betrachten entpuppte sich das Etwas als Igel, der seinen Winterschlaf unterbrochen hatte, um auf Futtersuche zu gehen. Er sah enttäuscht aus, da der Napf ratzeputz leer geschleckt worden war. Allerdings nicht lange. Der stachelige Geselle bekam postwendend von mir ein Morgenmahl serviert. Verbunden mit der Bitte, er möge sich wieder zur Ruhe begeben, sollte es doch noch einen Winter geben.

Zum Glück war der Igel nicht so winzig, dass man um sein Leben fürchten muss, wenn es jetzt nochmal kalt wird. Er wird wohl wieder einschlafen und das Frühjahr ausgeruht begrüßen.

Allerdings sind angesichts des Wetters auch Winzlinge unterwegs, die einer Kältewelle nicht viel entgegensetzen können. In einem solchen Fall ist füttern und sonst nichts tun wohl eher der falsche Weg. Zum Glück gibt es aber im Ilm-Kreis engagierte Tierschutzvereine, die man in einem solchen Fall kontaktieren kann. Sie bringen die Igel selbst durch den Winter oder vermitteln eine Pflegestelle. Denn es ist schade um jedes Stacheltier, das in der kalten Jahreszeit verhungert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren