Zusagen und Absagen für Projekte in Bösleben und Osthausen

Riechheimer Berg  Bau eines Mehrzweckgebäudes in Bösleben wird in diesem und im nächsten Jahr in zwei Jahresscheiben mit insgesamt 380.000 Euro gefördert.

In Bösleben ist ein Neubau eines Mehrzweckgebäudes am Possingsweg geplant. Dort soll auch die Kegelbahn einen neuen Platz bekommen.

In Bösleben ist ein Neubau eines Mehrzweckgebäudes am Possingsweg geplant. Dort soll auch die Kegelbahn einen neuen Platz bekommen.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Über die Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Riechheimer Berg wurden 2018 für Osthausen und Bösleben mehrere Anträge auf Fördermittel für zwei Projekte eingereicht.

Während in Bösleben in einem geplanten Neubau eines Mehrzweckgebäudes am Possingsweg die Kegelbahn mit unterbracht werden soll, steht in Osthausen die Umnutzung des Untergeschosses der Kindertagesstätte zur Erweiterung der Platzkapazität an oberster Stelle. Beide Gemeinden sind auf die beantragten Fördermittel angewiesen.

In Osthausen sieht es da derzeit nicht so gut aus. Drei Anträge sind jetzt negativ beschieden worden, die Beantwortung des letzten steht noch aus. „Vielleicht bringt der bevorstehende Besuch der zuständigen Ministerin in der Osthausen für die Gemeinde noch eine positive Wende“, hofft VG-Bauamtsleiter Frank Nüchter. Bürgermeister Klaus Kolodziej (CDU) ist da etwas weniger optimistisch. Die Baukosten sind explodiert, statt der ursprünglich veranschlagten 300.000 Euro kostet der Umbau jetzt 400.000 Euro, „das können wir alleine nicht stemmen“, sagt er. Kommt kein Geld aus Fördertöpfen, „dann steht alles auf der Kippe, dann müssen wir den Eltern mitteilen, dass es für manche keinen Kindergartenplatz gibt“. Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) kommt am 21. August zum Dorfgespräch nach Osthausen-Wülfershausen – die vielleicht letzte Chance, das Projekt doch noch zu retten.

Etwas besser sieht es in Bösleben aus. Das Projekt Mehrzweckgebäude wird in diesem und im nächsten Jahr in zwei Jahresscheiben mit insgesamt 380.000 Euro gefördert. „Ich informiere jetzt erst einmal den Gemeinderat, der entscheidet dann über die Vergabe der notwendigen Planungsleistungen“, erläuterte Bürgermeister Matthias Wacker (Freie Wähler) auf Anfrage. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwas über eine Millionen Euro. Das bedeutet, dass man sich dann in den nächsten Jahren noch um weitere Fördergelder kümmern muss, die man auch braucht.

Das Geld für Bösleben kommt aus dem Förderprogramm für die Anpassung an den demografischen Wandel im ländlichen Raum.

Was dem VG-Bauchef schon bekannt war, liegt nun auch schriftlich vom Landesverwaltungsamt vor: Die beantragte Förderung für die Sanierung der Kirchen in Dornheim und Elxleben wurde nicht in das Programm „Förderinitiative Kirchen“ eingeordnet. „Hier wollen wir in Absprache mit den Gemeinden und mit dem Kreiskirchenamt in Eisenach für nächstes Jahr einen erneuten Antrag stellen, um die Initiativen der örtlichen Kirchgemeinden und der Fördervereine zu unterstützen“, so Nüchter weiter gegenüber unserer Zeitung..

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