Am Bürgerzentrum Roßleben-Wiehe gehen die Bauarbeiten weiter

Roßleben.  Zweiter Bauabschnitt soll im Sommer beginnen und 2021 abgeschlossen werden. Dann kann das Mehrgenerationenhaus umziehen.

Die Bauarbeiten am Bürgerzentrum Roßleben-Wiehe werden in diesem Jahr fortgesetzt.

Die Bauarbeiten am Bürgerzentrum Roßleben-Wiehe werden in diesem Jahr fortgesetzt.

Foto: Wilhelm Slodczyyk

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Seit 2016 wird die alte Grundschule in Roßleben zu einem Bürgerzentrum umgebaut. Der erste Bauabschnitt wurde Ende 2017 fertig gestellt, im Frühjahr 2018 wurde Eröffnung gefeiert. Danach war es ruhig geworden um den Weiterbau. In diesem Jahr sollen die Arbeiten nun fortgesetzt werden. Dann geht es an den zweiten Bauabschnitt.

„Wir waren schon zu einem Gespräch in Sondershausen und reichen nun den Bewilligungsantrag ein“, berichtet Roßlebens Bauamtsleiter Klaus-Dieter Arnold. „Wir gehen davon aus, dass im Sommer die Ausschreibung erfolgen kann.“

Der zweite Bauabschnitt umfasst das Obergeschoss des einstigen Schulanbaus. Neben der Sanierung der ehemaligen Klassenräume soll die Außentreppe ein Dach erhalten und der Fahrstuhl eingebaut werden. Und eventuell könnten wir auch noch den Zwischenbau in Angriff nehmen“, sagt der Bauamtsleiter.

Bislang hat im sanierten Erdgeschoss des Schulanbaus das Sozialkaufhaus „Glücksgriff“ seine Räume. Drei ehemalige Klassenzimmer dienen als Ausstellungsräume für die Waren vom Schrank über Spielsachen und Bekleidung bis hin zum Teelöffel. Der Keller bietet Stauraum und Lagermöglichkeiten und beherbergt auch die Werkstatt.

Leben herrscht aber auch im Altbau. Hier hat die Bibliothek ihr Übergangsdomizil, seit sie aus dem Kindergarten Gänseblümchen ausziehen musste. Zusammen mit dem Mehrgenerationenhaus soll sie nach der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes dann im Obergeschoss ihren endgültigen Platz erhalten. Dann befinden sich zusammen mit dem Sozialkaufhaus alle drei Einrichtungen in Trägerschaft des Kreisjugendrings unter einem Dach.

Beendet werden soll der zweite Bauabschnitt voraussichtlich Mitte 2021 – und damit zwanzig Jahre, nachdem die Grundschulglocke das letzte Mal läutete. Dann können im Mehrgenerationenhaus auf der Straßenseite gegenüber die Umzugskisten gepackt werden. Es werde Zeit, sagt der Bauamtsleiter im Hinblick auf den baulichen Zustand des jetzigen Domizils.

Die Idee eines Bürgerzentrums in Roßleben, das viele Angebote unter einem Dach vereint, wurde im Jahr 2015 im Kreisjugendring geboren. Dieser ist Träger des Mehrgenerationenhauses. Der Bauausschuss der Stadt war einverstanden.

Rund eine Million Euro kostet der Umbau der alten Grundschule, für die damit eine sinnvolle Nutzung gefunden wurde. Der Grundschulstandort Roßleben war auf Kreistagsbeschluss 2001 mit Bottendorf am Standort Bottendorf zusammengelegt worden. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf gut eine halbe Million Euro. „507.000 Euro sind dafür im Haushaltsplan eingestellt. Rund 387.000 Euro kommen aus Fördermitteln, die in Jahresscheiben ausgezahlt werden. 120.000 Euro muss die Stadt aus Eigenmitteln aufbringen“, erklärt Arnold.

Inwieweit sich die Bauarbeiten noch auf den Gebäudeteil zwischen Alt- und Neubau erstrecken können, hängt nach den Worten des Bauamtsleiters von den Baukosten ab. Diese steigen allerdings für gewöhnlich.

Dem zweiten Bauabschnitt soll auch noch ein dritter folgen. Dieser umfasst den Altbau. Hier sollen Büros entstehen und Lebensberatungen aller Art stattfinden. In einem vierten Bauabschnitt könnte das Außengelände gestaltet werden.

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